Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 27.07.2018


Bezirk Schwaz

Atoll am Achensee als touristischer Hingucker

Ab 30. Juli ist die neue Freizeitanlage am Achensee in Vollbetrieb. 600 Quadratmeter Wasserfläche auf verschiedenen Ebenen bietet das Haus. Zur Attraktion für die Kinder wird ein ehemaliges Achenseeschiff.

© Zwicknagl600 Quadratmeter Wasserfläche auf verschiedenen Ebenen bietet das Haus.



Von Walter Zwicknagl

Eben — Die Freude war ihnen ins Gesicht geschrieben, als BM Josef Hausberger und TVB-Obmann Hans Entner gestern die Freizeitanlage Atoll am Buchauer Badestrand präsentierten. Nach mehr als eineinhalb Jahren Bauzeit ist es geschafft, wenn auch noch das eine oder andere zu erledigen ist. „Am 30. Juli öffnen wir unsere Pforten", sagen TVB-Obmann Martin Tschoner und Atoll-Geschäftsführer Andreas Brix. Und sie geraten ins Schwärmen, wenn sie von einem Freizeitspaß mit Panoramablick und neuen Perspektiven sprechen. Mehr als 600 Quadratmeter Wasserfläche werden allein im Haus angeboten, ganz abgesehen vom Badestrand im seichten Wasser in der Buchau.

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BM Josef Hausberger und TVB-Obmann Hans Entner.
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Geschäftsführer Andreas Brix und TVB-Chef Martin Tschoner.
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„Wenn wir schon an der Mautfluchtstrecke liegen, wollen wir in unserem Welcome Center zeigen, was die Region mit rund 1,5 Millionen Nächtigungen zu bieten hat", betonte Hans Entner. Immerhin wurden nun 21 Millionen Euro in Bäder, Sauna-Anlagen, Boulderhalle, Fitnesspark, drei Gastronomiebereiche und auch in das ehemalige Achenseeschiff „St. Benedikt", das zum Spielschiff wurde, investiert. Mit mehr als 100.000 Besuchern pro Jahr rechnet BM Hausberger. „Dann würde es sich wohl rechnen", setzte er nach. Was ihn besonders freut: Vergeblich suche man nach einem Kamin, „weil wir auf eine Tiefbrunnenanlage zum Heizen und Kühlen zurückgegriffen haben. Schließlich sind wir zwischen den Schilfzonen an einem sensiblen Platz." Pläne für eine derartige Freizeitanlage habe es schon viele gegeben, gescheitert war eine Realisierung bisher aber immer an den Kosten.

„Glas und helles Holz sind die bestimmenden Elemente der Anlage. Der Komplex erinnert an einen Tropfen als kleinsten Teil der Wassermenge des größten Tiroler Sees", schwärmt Andreas Brix. Verschiedene Erlebnisbereiche habe man als Insel ausgeformt und ringförmig angeordnet. Ein Blickfang ist allein schon das Panoramabad. Für rund 500 Besucher ist der Komplex ausgelegt, während im Außenbereich an die 1000 das Bad im See genießen. 45 Mitarbeiter — zum Großteil aus der Region — werden beschäftigt. Aus TVB-Sicht ist das Atoll ein Meilenstein zur Positionierung der Vorzeige-Destination. Mit 185 Vollbelegstagen im Jahr ist die Region an der Touristikspitze im Land. Der Umsatz pro Bett liegt mit mehr als 13.600 Euro weit über den Durchschnittswerten von 7960 Euro.

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