Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 27.07.2018


Osttirol

Arbeitslosigkeit in Osttirol sinkt auf unter acht Prozent

© OblasserDas AMS Lienz vermeldet so niedrige Arbeitslosenzahlen wie noch nie. Foto: Oblasser



Laut den Zahlen des Arbeitsmarktservice (AMS) ging es der Beschäftigung in Osttirol im ersten Halbjahr 2018 so gut wie noch nie. Von Jänner bis einschließlich Juni waren 1652 Personen als arbeitslos vorgemerkt, das sind um 404 bzw. um fast 20 Prozent weniger als im selben Zeitraum 2017. Im Gegenzug stieg die Zahl der unselbstständig Beschäftigten. Sie betrug im ersten Halbjahr 2018 19.328 Personen, also um 521 bzw. 2,8 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2017.

Somit ergibt sich eine Arbeitslosenquote von 7,9 Prozent für das erste Halbjahr 2018. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum des Vorjahres ist die Quote noch bei 9,9 Prozent gelegen. Das gesamte Jahr 2017 wies eine Arbeitslosigkeit von 8,9 Prozent auf.

Generell befindet sich der Osttiroler Arbeitsmarkt im Aufschwung. In den letzten Jahrzehnten hat die Arbeitslosenquote im Bezirk Lienz stets rund um zehn Prozent betragen. Der positive Trend ist der guten Wirtschaftslage zu verdanken, sagt Doris Batkowski, Leiterin des AMS in Lienz. „Die Auftragslage und die Buchungslage in den heimischen Betrieben sind gut, das merkt man auch an den Stellenanfragen, die Firmen an uns richten." So habe das AMS für 2018 schon im ersten Halbjahr knapp 1400 Anfragen nach Arbeitskräften verzeichnet. In anderen Jahren waren es in einem ganzen Jahr so viele.

Am stärksten ging die Arbeitslosigkeit im ersten Halbjahr 2018 in den Branchen Beherbergung und Gastronomie sowie im Metall- und Elektrobereich zurück. Und was Batkowski besonders freut: „Auch die über 50-Jährigen profitieren von der rückläufigen Arbeitslosigkeit. Das war vergangenes Jahr noch nicht so." Gleiches gilt für Langzeitarbeitslose, deren Zahl stark gesunken ist. (TT, co)