Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 31.07.2018


Bezirk Kufstein

Kufstein: Krankenhausverband setzt Hoffnungen in neue Schule

Firstgleiche bei der Gesundheits- und Krankenpflegeschule in Kufstein. Ab Herbst 2019 wird ein Bachelorstudium angeboten.

© DuschekUm 7,1 Millionen Euro baut der Gemeindeverband eine neue Krankenpflegeschule.



Kufstein – 16 Wochen nach dem Spatenstich konnte gestern die Firstgleiche für den Neubau der Gesundheits- und Krankenpflegeschule in Kufstein gefeiert werden. Traditionell mit einem kernigen Firstspruch und zahlreichen Ehrengästen. Man sei terminlich wie kostenseitig (Gesamtbaukosten 7,1 Mio. Euro) absolut im Plan, bestätigte Rudolf Puecher, Obmann des Krankenhaus-Gemeindeverbands. Deshalb erwarte er auch die Aufnahme des Schulbetriebs im neuen Gebäude wie vorgesehen im Sommer 2019.

Erstmals in ihrer bereits 60-jährigen Geschichte zieht die Gesundheits- und Krankenpflegeschule Kufstein in ein eigenes Schulgebäude ein, womit alle Ausbildungsbereiche unter einem Dach zusammengeführt werden. Das erleichtert den Betriebsablauf und verbessert die Ausbildungsqualität, wie seitens des Verbands betont wurde. Auch die Nähe zum Krankenhaus ist durch den Standort gegeben.

Ab Herbst 2019 wird auch beim Bezirkskrankenhaus Kufstein die Absolvierung einer sechssemestrigen Bachelorausbildung im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege möglich sein. Nachdem die österreichische Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung (AQ Austria) den Standort Kufstein als geeignet beurteilt hat, wird im Herbst 2019 der erste Jahrgang mit insgesamt 32 Studienplätzen starten. Die fachliche und wissenschaftliche Leitung wird von der Fachhochschule Gesundheit und der UMI­T übernommen. Verbands­obmann Puecher setzt große Hoffnungen in das Projekt: „Die demografische Entwicklung der Gesellschaft bringt es mit sich, dass der Bedarf an Pflegekräften auf allen Ebenen steigt. Bereits jetzt stellt das Pflegepersonal mit rund 11.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die größte Berufsgruppe im Tiroler Gesundheitssystem dar. Die Tendenz ist stark steigend. Es muss deshalb unsere Hauptaufgabe sein, möglichst viele Menschen für eine Ausbildung in diesem Bereich zu überzeugen, dazu soll auch die Pflegeausbildung neu beitragen.“

Mit der Anbindung der neuen akademischen Ausbildungsschiene an das Bezirkskrankenhaus Kufstein werde zudem sichergestellt, dass Interessierte wohnortnah und praxisorientiert eine qualitativ hochwertige Ausbildung bekommen, so Puecher.

Auch den Breitenbacher Bürgermeister LA Alois Margreiter freut die aktuelle Entwicklung: „Der Gesundheitsstandort Kufstein wird dadurch nachhaltig gestärkt“, so Margreiter in einer Presseaussendung. (wo, TT)