Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 01.08.2018


Bezirk Imst

Bahnhöfe in Roppen und Imsterberg erhöhen ihr Niveau

Die Zugsperre am Arlberg von 17. August bis 3. September nutzen die ÖBB, um die Bahnsteige in Roppen und Imsterberg zu erhöhen und zu verlängern. Roppen hofft zudem auf eine zweite Bauphase 2020/21.

© ÖBBDie Arbeiten für den Stiegenaufgang in Roppen haben begonnen (l.), die Bahnsteige von Roppen (M.) und Imsterberg (r.) werden ab dem 17. August neu gebaut.Fotos: Paschinger, ÖBB (2)



Von Alexander Paschinger

Roppen, Imsterberg – „Bahnhof Roppen – bitte beachten Sie den Niveau-Unterschied“ – so hat der Roppener Bürgermeister Ingo May die Durchsage im Kopf, wenn Züge in die Inntalgemeinde einfahren. Gemeint sei jedenfalls das „Niveau der Bahnsteighöhe“, sagt er rasch lachend dazu. Doch damit soll in absehbarer Zukunft Schluss sein: Die ÖBB kündigen nämlich sowohl für Roppen als auch Imsterberg während der Arlberg-Zugsperre von 17. August bis 3. September „neue Bahnsteige“ an, die „Sicherheit und Komfort für die Reisenden“ steigern.

„Während der Sperre der Arlbergbahnstrecke werden seitens der ÖBB Infrastruktur eine Vielzahl von Erhaltungs- und Sanierungsarbeiten auf der wichtigen Gebirgsstrecke durchgeführt“, heißt es in einer Aussendung der ÖBB. Und weiter: „In Roppen wird der bestehende Mittelbahnsteig abgetragen und durch zwei jeweils 220 Meter lange Randbahnsteige mit der Standardhöhe von 55 Zentimetern ersetzt. Der Hauptbahnsteig ist über eine Rampe barrierefrei erreichbar. Der Bahnsteig 2 ist über die bestehende Unterführung zugänglich. Die Bahnsteige werden mit Wartekojen ausgestattet, ebenso mit Bänken, Ticketautomaten und Monitoren für die Fahrgastinformation. Im Bahnhofsbereich werden auch Gleise und Weichen erneuert.“ Diese Baumaßnahmen starten mit der Arlbergsperre am 17. August.

Erste Arbeiten haben in Roppen aber bereits begonnen: Nördlich der Unterführung wird derzeit ein Stiegenaufgang errichtet. Das wird allerdings nur eine vorübergehende Maßnahme, sagt Dorfchef Mayr. „In einer zweiten Bauphase in zwei, drei Jahren ist eine Verbreiterung der Unterführung geplant“, erzählt er von den Gesprächen mit der ÖBB-Infrastruktur. Dann werde es in der Unterführung einen Gehsteig geben und der Zugang zum nordseitigen Bahnsteig wird barrierefrei.

Nicht zu verwechseln sei diese Unterführung aber mit jener zur so genannten Innknie-Siedlung. Wie berichtet, ist diese seit Jahrzehnten vom Schwerverkehr aufgrund der Enge der Unterführung abgekapselt. „Hier sind noch Details der Finanzierung zu klären“, so Mayr.

Auch die Haltestelle Imsterberg bekommt einen neuen, ebenfalls 220 Meter langen Bahnsteig. Dieser wird in Richtung Westen verschoben, um eine Überschneidung mit der Eisenbahnkreuzung zu vermeiden. Eine neu zu errichtende Zugangsrampe stellt die Barrierefreiheit her. In Imsterberg wird die Zeit auch genutzt, um die Sicherungsanlagen von vier Eisenbahnkreuzungen zu erneuern. Ebenso werden die Vorarbeiten für eine automatisierte Steuerung der Schrankenanlagen geleistet.