Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 04.08.2018


Bezirk Kufstein

Zeitlimit für den Liftbau ins Rofangebiet

© ZwicknaglNoch stehen die alten Stützen des Sonnwendjochliftes in Kramsach. Aber die Zeit für einen Neubau drängt.Foto: Zwicknagl



„Bis Ende des Jahres muss das Ansuchen um die Konzession für einen neuen Kramsacher Lift eingereicht sein. Dabei müssen Finanzierbarkeit und Wirtschaftlichkeit auf dem Tisch liegen", sagt Markus Vögele, Kramsacher Gemeinderat und Stellvertreter des Vorsitzenden der vorgestern gegründeten Genossenschaft „Naturjuwel Rofan". An die 70 Personen kamen zur Gründungsversammlung. Das große Ziel sei nach wie vor die Errichtung eines Doppelsesselliftes in zwei Sektionen, die von Obmann Sepp Kreidl vom Verein „Naturjuwel Rofan" immer wieder propagiert wurde. „Dafür brauchen wir rund fünf Millionen Euro", betont Vögele, der nach weiteren Genossenschaftsmitgliedern Ausschau hält. Im Vorstand, den Klaus Wannenmacher führt, sitzen sechs Personen. Der Aufsichtsrat unter GR Wolfgang Schonner umfasst elf Personen. „Jetzt heißt es, schleunigst mit der Gemeinde Münster, Grundeigentümern und dem Alpenverein zu reden", ist sich Vögele bewusst. Außerdem warte man noch auf Entscheidungen mancher Gemeinden.

„Der Höhenweg, von dem immer geredet wurde, ist vom Liftprojekt getrennt zu sehen. Und das schon aus naturschutzrechtlicher Sicht", unterstreicht der Kramsacher Gemeinderat. Ein Geschäftsanteil koste laut Festsetzung bei der Genossenschaftsgründung 100 Euro, die Obergrenze habe man aber bei 50 Geschäftsanteilen eingezogen. Mit dem Konzept am Berg befasse sich nun die Firma „Pro Natur", resümiert Markus Vögele.