Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 31.08.2018


Bezirk Schwaz

Hitze hielt die Besucher von Planetarium und Co. fern

Betreiber von Schlechtwetter-Ausflugszielen kamen im Sommer ziemlich ins Schwitzen.

© PlanetariumDie Freude über den heißen Sommer können die Chefs des Zeiss-Planetariums Schwaz nicht teilen. Bei ihnen fehlten die Besucher.Foto: Zeiss-Planetarium



Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz – Jeder Regentag lässt Axel Krieger aufatmen. Denn hohe Temperaturen und Sonnenschein halten die Besucher fern. „Dieser Sommer hat uns weh getan. Es war seit April eine Katastrophe für uns“, sagt der Chef des Zeiss-Planetariums in Schwaz. Die vielen Schönwettertage der letzten Monate machen dem Ausflugsziel zu schaffen. Viele Vorstellungen waren kaum besucht.

Gestern regnete es in Strömen und die Besucher stürmten das Planetarium. Die Vorstellungen war so gut wie alle ausverkauft. „An Regentagen haben wir 420 bis 500 Leute hier. An heißen Sommertagen sind es teils nur 50“, sagt Krieger. Aktionen oder Ähnliches würden in dieser Situation aber auch nicht helfen. „Wir machen das jetzt schon seit 20 Jahren. Die Leute wissen, dass es uns gibt, kommen aber eben nur bei Schlechtwetter“, stellt er klar.

Ähnlich ergeht es dem Silberbergwerk. Auch hier sind die Besucherzahlen über den Sommer hinweg gesunken. „Die Zahlen vom Vorjahr werden wir nicht erreichen können, aber trotz der vielen sonnigen Tage war es für uns ganz okay“, sagt Florian Ledermaier. Denn das Bergwerk hat einen Vorteil: konstante zwölf Grad im Stollen. „Die Leute sind teilweise vor der Hitze geflohen und zu uns in den kühlen Stollen gekommen“, sagt Ledermaier. Trotzdem sei an Regentagen deutlich mehr los. „Die Besucherzahlen schwanken da teils schon um die 500 Leute pro Tag“, weiß Ledermaier.

Badewart Christian Bürger hingegen strahlte diesen Sommer mit der Sonne um die Wette. Rund 60.000 Besucher zählte das Erlebnisbad Schwaz in der diesjährigen Saison. Seit der Eröffnung im Mai war das Schwimmbad fast durchgehend geöffnet. Insgesamt konnten die Wasserratten 1474 Stunden im kühlen Nass verbringen. Damit liegt man bereits jetzt mit 21,5 Betriebstagen beziehungsweise 258,5 Stunden über dem Endergebnis der vorjährigen Saison.

Um den Rekordsommer zu krönen, öffnet das Schwazer Schwimmbad ab Samstag, 1. September, bis zum Ende der Saison – solange die Temperaturen und das Wetter noch badetauglich bleiben – für alle Besucher gratis.




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