Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 13.09.2018


Bezirk Kitzbühel

Winter in den Startlöchern: In einem Monat beginnt Skisaison

In einem Monat startet die Bergbahn Kitzbühel in die Skisaison. Möglich machen das Schneedepots, auch der heurige heiße Sommer konnte ihnen nicht viel anhaben.

© Bergbahn KitzbühelSchon bald wird Betriebsleiter Andreas Hochwimmer mit seinen Mitarbeitern wieder den Schnee aus den Depots am Resterkogel verteilen.Foto: Bergbahn Kitzbühel



Von Harald Angerer

Kitzbühel – Bei spätsommerlichen Temperaturen freuen sich die Schwimmbäder weiter über guten Besuch und die Wandersaison hat gerade erst so richtig gestartet. Bei der Bergbahn Kitzbühel ist man hingegen schon wieder mitten im Skiwinter. Denn genau in einem Monat, am 13. Oktober, startet die Bergbahn in den Winterbetrieb.

„Die Vorbereitungen laufen ganz nach Plan“, freut sich Bergbahn-Vorstand Josef Burger. Der Start werde pünktlich am 13. Oktober um 8.30 Uhr in Breitmoos/Resterkogel erfolgen. Möglich macht diesen frühen Saisonstart das so genannte „Snowfarming“: Dazu werden Schneedepots über den Sommer gelagert und dann vor dem Start wieder auf den Pisten aufgebracht. Heuer waren es insgesamt sieben Schneelager, welche die Kitzbüheler über den Sommer angelegt haben.

Am Resterkogel waren es zwei große Lager und ein kleineres. „Wir haben heuer in etwa 20 % des Schnees verloren, damit liegen wir im Schnitt der vergangenen Jahre“, berichtet Burger. Seit 2015 wird am Resterkogel der Schnee aufbewahrt. Auch am Hahnenkamm wird das weiße Gold in zwei Schneedepots gelagert, hier will Burger am 26. Oktober in die Wintersaison starten. Auch am Hahnenkamm ist der Verlust durch Schmelzen recht gering. Bei der Lagerstelle an der Bergstation waren es ebenfalls 20 %, bei der Talstation 30 %.

Anders sieht es beim neuen Depot an der Maierl-Talabfahrt aus. „Das war ein erster Versuch. Hier hatten wir gleich zwei Fehlerquellen: Zum einen war das Volumen zu klein, um genügend Selbstkühlung zu erzielen, und zum anderen haben wir bei der Isolierung etwas Neues ausprobiert“, erklärt Burger. Hier arbeite man intensiv mit der Firma Steinbacher in Erpfendorf zusammen. Erstmals kam ein rollbares Isoliermaterial statt der bekannten Roof­mate-Platten zum Einsatz. „Das reduziert den Arbeitsaufwand. Aber wir haben festgestellt, dass vor allem oben bei den Depots auf die Roofmate-Platten nicht verzichtet werden kann“, schildert Burger. Man werde an dem Lagerplatz festhalten. „Uns ist es wichtig, dass wir möglichst früh eine Talabfahrt nach Kirchberg haben“, sagt Burger. Die Deponierung sei ein laufender Entwicklungsprozess.