Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 29.09.2018


Bezirk Landeck

Einkommen, Geburten und Co: Landeck auf solidem Kurs

Jüngste Zahlen und Fakten bestätigen, dass sich Landeck im tirolweiten Vergleich vom Schlussdrittel in Richtung Mittelfeld bewegt.



Landeck – Ob Einkommen, Arbeitslosigkeit, Pendlerquote, Akademikerjobs oder ganzjährige Vollzeitbeschäftigung: Statistiker mussten dem Tourismusbezirk stets einen Platz im unteren Tabellendrittel zuweisen. Vor fünf Jahren etwa publizierte die AK Tirol, dass Landeck bei den Löhnen mit 15.968 Euro netto österreichweit an drittletzter Stelle liegt. Zum Österreich-Durchschnitt fehlten 22 Prozent.

Kürzlich lieferte der Hauptverband der Sozialversicherungsträger eine weitaus bessere Darstellung: Im Tirol-Vergleich 2017 der monatlichen Einkommen (Arbeiter und Angestellte) liegt Landeck mit 2384 Euro (brutto inklusive Sonderzahlungen) auf dem 6. Platz, vor Imst, Lienz und Schlusslicht Kitzbühel. Zum österreichweiten Durchschnittseinkommen fehlen im Bezirk Landeck 184 Euro. Dahinter werden aber noch 41 Bezirke mit niedrigerem Einkommen aufgelistet.

Die jüngsten Zahlen der Landesstatistik bestätigen ebenfalls den soliden Kurs der Regionalentwicklung. Nach Jahren der Stagnation gibt es wieder leichtes Bevölkerungswachstum. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 zählte der Bezirk 44.387 Einwohner, der Ausländeranteil liegt bei 10,2 Prozent. 469 Geburten stehen 327 Sterbefällen gegenüber. Nicht positiv ist der Geburtensaldo nur in St. Anton, Nauders, Ladis, Fendels, Kauns und Galtür. Am stärksten ist die Bevölkerung in Fließ gewachsen (Geburtensaldo +24), das Dorf zählt damit 3019 Einwohner. Mit 27 Personen „Wanderungssaldo“ hat der Bezirk einen leichten Zuzug. Wobei die Bezirksstadt mit einem Saldo von -56 Personen eine deutliche Abwanderung aufweist.

Dass sich der Bezirk – auch dank Regionalmanagement regioL – in Summe positiv entwickelt, findet breite Anerkennung in der Politik. Auch kürzlich bei LH Günther Platter, der sich u. a. für das zehnjährige Sonderförderprogramm Obergricht (läuft seit 2014) eingesetzt hatte. (hwe)




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