Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 23.10.2018


Standort Tirol

Tiroler bei privater Vorsorge Schlusslicht

Eine Umfrage zeigt, finanzielle Sorgen sind mit 94 Prozent die größte Zukunftsangst der Tiroler.

Klaus Pekarek, Vorstand UNIQA; Thomas Wass Vorstand Raiffeisen-Landesbank Tirol; Rainer Schnabl, Geschäftsführung Raiffeisen KAG.

© MüllnerKlaus Pekarek, Vorstand UNIQA; Thomas Wass Vorstand Raiffeisen-Landesbank Tirol; Rainer Schnabl, Geschäftsführung Raiffeisen KAG.



Innsbruck – Die Tiroler scheinen furchtloser zu sein als der Rest der Österreicher. Das zeigt zumindest eine repräsentative Umfrage der Triconsult, die das Marktforschungsinstitut im Auftrag der Raiffeisen Versicherung durchführte. Befragt wurden dabei 570 Österreicher im Alter zwischen 18 und 55 Jahren in allen Bundesländern. Demnach haben nur 34 Prozent der Tiroler Zukunftsängste (Österreich: 40 Prozent). Das ist nach dem Burgenland (27 Prozent) der niedrigste Wert in Österreich.

Nun planen zwar 50 Prozent der Tiroler, in nächster Zeit in eine private Vorsorge zu investieren, aber erst 36 Prozent haben dies schon getan, nach Wien der niedrigste Wert hierzulande. Die Hauptsorgen der Tiroler sind zuallererst finanzieller Natur (94 Prozent), gefolgt von der Angst vor Krankheit bzw. Pflegebedürftigkeit (64 Prozent) und einer unzureichenden Pension (63 Prozent). Gerade Letzteres sei nicht unbegründet, meint Thomas Wass, Vorstandsmitglied der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG, und ergänzt: „Experten gehen davon aus, dass man in der Pensionszeit mindestens 80 Prozent des letzten Nettogehaltes vor Pensionsantritt benötigt, um den gewohnten Lebensstandard halten zu können.“ Und dies könne die staatliche Pensionsvorsorge nicht gewährleisten. Diese sei zwar unabdingbar und wichtig, könne aber schlussendlich doch nur eine Grundversorgung garantieren. Und dies scheint laut der Studie den Tirolern wohl bewusst zu sein. So wollen rund 50 Prozent mit 50 bis 100 Euro im Monat privat vorsorgen. Raiffeisen präsentierte in diesem Zusammenhang auch eine neue fondsgebundene Lebensversicherung. „Wichtig ist allerdings die langfristige Perspektive und dass man damit so früh wie möglich beginnt“, betonte Klaus Pekarek, Vorstand der UNIQA und verantwortlich für die Marke Raiffeisen Versicherung.

Rainer Schnabl, Vorsitzender der Geschäftsführung der Raiffeisen KAG, hob hervor, dass in den vergangenen 20 Jahren die Fonds solide und nachhaltig performt hätten. (hu)