Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 03.11.2018


Standort Tirol

Panorama-Badewelt in St. Johann setzt weiter auf Modernisierung

Bis 2019 fließt eine Mio. Euro in die Badewelt St. Johann. Nächstes Jahr erfolgt auch der Baustart für das Kinderbetreuungszentrum.

© HoelzlDie getätigten Investitionen in die Panorama-Badewelt in St. Johann haben sich bezahlt gemacht. In der Saison 2017/18 konnten die Umsatzerlöse auf nahezu 900.000 Euro gesteigert werden.Foto: Hoelzl



Von Michael Mader

St. Johann i. T. – Der Neubau des Rutschenbereichs in der Panorama-Badewelt in St. Johann habe sich laut den beiden Geschäftsführern Leo Hofinger und Klaus Kogler bezahlt gemacht. Das schlägt sich auch in den Umsatzerlösen nieder. Zudem konnten mit der Tiwag die Stromkosten – immerhin rund 100.000 Euro im Jahr – neu verhandelt werden. „So betrug der Abgang im Durchschnitt bis zum Jahr 2015 noch rund 400.000 Euro jährlich und liegt mittlerweile bei rund 250.000 Euro“, zieht Kogler Bilanz. Langfristig wolle man die Belastung für die Gemeinde noch weiter reduzieren, „auch wenn ein positiver Betrieb kaum möglich ist“, ergänzt Hofinger.

Das Investitionsprogramm für die Badewelt für die Jahre 2017 bis 2019 umfasst rund eine Million Euro, wobei ein Drittel vom Tourismusverband getragen wird – allerdings auf Raten für die nächsten zehn Jahre. Aus diesem Grund muss die Marktgemeinde diese Kosten vorstrecken.

Bereits 2017 erfolgte der Austausch der Eismatten für den Eislaufplatz und der Austausch der Fassadenelemente, heuer wird eine neue Eismaschine angeschafft. Hofinger: „Die hat immerhin eine Kälteleistung von 3000 Haushaltsgefriertruhen.“ Zudem wurde eine Garage mit Schneeschmelzgrube gebaut. Durch die Wiederverwendung des Schmelzwassers erspart man sich rund 500.000 Liter Frischwasser pro Jahr. Für nächstes Jahr ist dann unter anderem der Neubau des Flugdaches mit Abstellraum und Vereinsausschank sowie die Sanierung der Umkleiden beim Eislaufplatz vorgesehen.

Ebenfalls 2019 soll schon Baustart für das Kinderbetreuungszentrum auf den Ellbögengründen sein. „Ein hässlicher Name, da müssen wir uns noch etwas überlegen“, erklärt Bürgermeister Stefan Seiwald, der betont, dass der Bedarf an zusätzlichen Kindergärten- und Kinderkrippenplätzen ein großer ist. 14 Architekten haben sich am Wettbewerb beteiligt, die St. Johanner Architektengruppe P3 konnte die Jury am meisten überzeugen. „Die Grundidee war, ein nach Süden orientiertes Gebäude mit elf Gruppenräumen und so vielen bespielbaren Flächen wie möglich zu schaffen“, erklärt Architekt Gottfried Heugenhauser.

Die durchaus „sportlichen“ Pläne sehen einen Baustart im Spätsommer/Frühherbst 2019 und eine Eröffnung im Herbst 2020 vor.

Alle eingereichten Modelle werden von 6. bis 19. November in der Neuen Mittelschule ausgestellt.