Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 06.11.2018


Bezirk Reutte

Mehr Platz für Nahversorger

Die alte Heiterwanger Schule beherbergt seit Kurzem einen kleinen Laden mit Café.

© PaschingerDas Geschäftslokal bietet nicht nur Kleinigkeiten für den häuslichen Bedarf und Naschereien, sondern ist auch ein sozialer Ort.Fotos: Paschinger, Reichl



Heiterwang – Zwei Pensionisten sitzen an einem der Tische, trinken Kaffee und unterhalten sich, die Bürgermeisterin deckt sich noch rasch mit Brot für das anstehende Wochenende ein: Seit vergangener Woche hat die Knittel-Filiale in Heiterwang ganz offiziell ein neues Lokal. Und zwar im Parterre des alten Schulgebäudes im Herzen der Gemeinde. Groß ist das Sortiment zwar nicht – „aber es ist das Allernotwendigste“ sagt Dorfchefin Beate Reichl. Der Gemeindeführung war es jedenfalls wichtig, dem kleinen Nahversorger, der vormittags von 7 bis 10 Uhr geöffnet hat, eine entsprechende Räumlichkeit zur Verfügung stellen zu können.

Schon seit zehn Jahren gibt es im Ort dieses Geschäft, das neben Gebäck auch Butter, Milch, Mehl, Getränke und Rauchwaren anbietet. „Im alte­n Geschäft hatten wir halt nur für einen Tisch Platz“, freut sich Verkäuferin Andrea Kieltrunk, die auch Hauszustellungen ab 6 Uhr besorgt, über die neue Räumlichkeit. „Der Vertrag beim alten Brotladen wurde aufgekündigt“, erklärt Reichl. Die Gemeindeführung habe reagiert, um den Nahversorger zu halten. Die Räumlichkeiten in der alten Schule standen schon leer – „die Kosten für die Adaptierung beim Strom und der Heizung hat die Gemeinde übernommen“, betont die Bürgermeisterin. Abgerechnet wurde noch nicht, weshalb sie die genauen Kosten noch nicht kennt.

Wichtig ist für sie nicht nur, dass man in Heiterwang zumindest eine Kleinigkeit bekommt, sondern auch die soziale Funktion des Ladens. „Es ist ja auch ein Platz für Kommunikation“, so Reichl, die auch als Volksschullehrerin ihren Schützlingen die Bedeutung der örtlichen Nahversorgung erklärt. (pascal)