Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 07.11.2018


Bezirk Kitzbühel

Skifahren wird im Bezirk Kitzbühel wieder teurer

Die Preise für Tagesskipässe für die heurige Saison sind erneut gestiegen. Preis-Kaiser ist die Bergbahn Kitzbühel mit 57 Euro für die Tageskarte. Es gibt aber auch günstige Alternativen, selbst in Kitzbühel.

© KitzSki/WerlbergerDie Skisaison steht vor der Tür, bei den meisten Skigebieten wurde vor dem Winter an der Preisschraube gedreht.Foto: KitzSki/Werlberger



Kitzbühel — Der Winter steht vor der Tür und damit auch die Skisaison. Mit der neuen Saison steigt aber auch in vielen Skigebieten wieder der Preis für die Liftkarten. Im Bezirk liegt hier klar die Bergbahn Kitzbühel mit 57 Euro für die Tageskarte an der Spitze. Im Vorjahr waren es noch 55 Euro, die für einen Tag Skigenuss in Kitzbühel zu berappen waren.

„Wir haben ein differenziertes Preisangebot", betont dazu Bergbahn-Kitzbühel-Vorstand Josef Burger. So gebe es drei verschiedene Saisonen, Tagesaktionen und regionale Angebote, wie etwa ein „Horn-Special", bei dem die Tageskarte für Erwachsene 40 Euro kostet und für Kinder lediglich 10 Euro. „Wir versuchen mit den regionalen und den zeitlichen Unterschieden die Gästeströme zu entzerren, und das gelingt uns auch sehr gut", sagt Burger und erklärt weiters: „Wenn ein Gast das gesamte Angebot nutzen will, ist er auch bereit, den Preis zu zahlen. Dieser steht auch immer in Verbindung mit Angebot und Qualität." Man habe in den vergangenen Jahren enorm in die Modernisierung des Skigebiets investiert.

Für Einheimische gebe es zudem weitere Aktionen und vor allem den Familiensportpass in Kitzbühel, der den Kitzbüheler Familien das Skifahren besonders günstig ermöglicht.

Preislich knapp hinter Kitzbühel liegt die Bergbahn Fieberbrunn, die zum Skizirkus Saalbach Hinterglemm Leo­gang gehört. Hier muss man für eine Tageskarte 55 Euro auf den Tisch blättern. Im Vorjahr kostete die Karte noch 53 Euro. Dafür zahlen alle Einwohner der Bezirke Kitzbühel und Zell am See nur 37 Euro, Kinder jeden Samstag 10 Euro.

Vergleichsweise günstig erscheint da schon fast der Tagespreis in der Skiwelt Wilder Kaiser Brixental mit 51 Euro und einem nahezu gleich großen Angebot wie jenem des Skizirkus. „Wir haben nur eine minimale Preisanpassung vorgenommen. Diese ist zum Beispiel auf Investitionen in die Infrastruktur, aber auch auf die steigenden Kosten, wie zum Beispiel bei den Löhnen, zurückzuführen", sagt Bergbahn-Westendorf-Geschäftsführer Hansjörg Kogler. Aber auch er betont, dass es viele unterschiedliche Aktionen in der Skiwelt gebe, „und für die Tiroler ist ohnehin der Preis der Saisonkarte wichtiger", ist Kogler überzeugt. Auch hier gebe es für Tiroler Ermäßigungen.

Für die Familien in den Skiwelt-Gemeinden gibt es dazu auch noch eine neue Ganzjahres-Saisonkarte, in der auch die Schwimmbäder der Region und das Hallenbad Ellmau enthalten sind. Das so genannte „Raus-Familienticket" soll preislich für Familien einen Anreiz bieten. Die Kosten dafür liegen zum Beispiel für eine vierköpfige Familie bei knapp über 1100 Euro.

Günstiger ist Skifahren bei den Bergbahnen Steinplatte in Waidring: Dort kostet die Tageskarte heuer 46 Euro, eine Steigerung um einen Euro im Vergleich zum Vorjahr. „Das ist unter der Inflation. Diesel und das Personal sind ja auch teurer geworden", rechtfertigt Andreas Brandtner jun. die geringfügige Anpassung. Für Einheimische gibt es 20 Prozent Ermäßigung auf den Tagestarif.

Noch ein klein wenig günstiger ist SkiStar St. Johann, die laut dem neuen Geschäftsführer Peter Grander den Tagestarif für Erwachsene von 43,50 auf 45 Euro angehoben haben. Zusätzlich gibt es einige Aktionen bzw. Zusatzattraktionen in der Saison — etwa das Early-Morning-Skiing: An den Samstagen und Sonntagen im März sperren die Eichenhoflifte und die Jodelalm-Doppelsesselbahn um 6.59 Uhr auf.

Wer sich mit einem kleineren Skigebiet zufriedengibt, kann aber auch noch durchaus günstiger seine Spuren im Schnee ziehen: Bei der Bergbahn Pillersee gibt es die Tageskarte für Erwachsene bereits um 36 Euro, im Vorjahr war die Karte noch um 1,50 Euro billiger. Geschäftsführer Thomas Wörgötter: „Wir wollen ein Zeichen setzen und bieten heuer erstmals eine eigene Karte für unsere Schlepplifte um 25 Euro an. Für Kinder sogar um 15 Euro." (aha, mm)