Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 12.11.2018


Innsbruck

Innovationen in Innsbruck dank der höheren Ortstaxe

Bei der Vollversammlung soll die verdoppelte Aufenthaltsabgabe bei der Innsbruck Tourismus beschlossen werden.

(Symbolbild)

© Thomas Böhm(Symbolbild)



Von Marco Witting

Innsbruck – Das O. K. des Aufsichtsrats (die TT berichtete damals) ist schon ein paar Monate her – die Einladungen für die Vollversammlung mittlerweile am Postweg: Ende November will die Innsbruck Tourismus die Erhöhung der Ortstaxe unter Dach und Fach bringen. Mit den Mehreinnahmen von 2,3 Millionen Euro will man aber nicht den laufenden Betrieb finanzieren, sondern „durch innovative und besondere Ideen attraktiv bleiben“, wie die eben frisch wiederbestellte Direktorin Karin Seiler-Lall erklärt.

Die Änderung der Aufenthaltsabgabe (ein Ja ist höchstwahrscheinlich) vereinheitlicht die Sätze im Gebiet der Innsbruck Tourismus. Mit zwei Euro sei man „marktkonform“, wie Seiler-Lall sagt. Zwei Drittel aller Tourismusverbände hätten diesen Betrag – oder mehr. Gültig würde die Änderung dann erst mit 1.1. 2020. „Wir haben speziell bei Busreisen sehr lange Vorbuchungen und Verträge. Man hat dann hier ein Jahr Zeit, um darauf Rücksicht zu nehmen“, sagt Seiler-Lall. Für den laufenden Betrieb brauche man die Mehreinnahmen nicht. Aber „die Anforderungen in den nächsten Jahren werden nicht weniger“, sagt Seiler-Lall auch in Hinblick auf den verstärkten Ausbau der Gästekarten, den man ja vorantreibe­n will. „Dieses Produkt geht richtig ab“, sagt die Direktorin. Außerdem will man in „der schnelllebigen“ Tourismuswelt am Puls der Zeit sein. „Wir wollen das Geld auch für Innovationen nutzen. Das kann ein Event wie etwa Crankworx sein. Oder etwas Kulturelles oder die Integration des öffentlichen Verkehrs.“ Hier gibt es intern durchaus Überlegungen, ab einer gewissen Aufenthaltsdauer auch den öffentlichen Verkehr für die Urlauber über die Gästekarte zur Verfügung zu stellen.

Klares Ziel im Verbandsgebiet sei weiterhin die „Steigerung der Aufenthaltsdauer“, wie Obmann Karl Gostner erklärt. Man habe sich in Sachen Ortstaxe lange unter dem Markt bewegt und „elf Jahre keinen Cent Erhöhung gehabt“. Gostner hofft unterdessen auf rege Beteiligung an der Generalversammlung. Diese war in den vergangenen Jahren bekanntermaßen überschaubar.

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