Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 22.11.2018


Standort Tirol

Maschinenring hat kein Interesse mehr an Kitzbühel

Das Angebot für eine Fläche neben dem geplanten Rotkreuz-Stützpunkt wurde zurückgezogen. Es gibt noch einen Interessenten.

© Harald Angerer



Von Harald Angerer

Kitzbühel, St. Johann i. T. – Für Aufregung in Kitzbühel sorgten die Pläne des Maschinenrings, von St. Johann in die Bezirkshauptstadt zu übersiedeln. Doch weniger das Vorhaben, mehr das Wo war so manchem ein Dorn im Auge. Der Maschinenring hatte ein Areal zwischen dem geplanten Rotkreuz-Stützpunkt und der Firma Eurotours im Auge. Dieses ist im Besitz der Stadt und wurde vor Kurzem zum Verkauf ausgeschrieben.

Die Opposition in Kitzbühel ortete eine Alibi-Ausschreibung, denn der Maschinenring-Bezirksobmann Hermann Huber ist auch für die ÖVP im Kitzbüheler Gemeinde­rat. Die Unstimmigkeiten über das für den Maschinenring interessante Grundstück führten so weit, dass auch für das Rotkreuz-Vorhaben nur die ÖVP im Gemeinderat mit der absoluten Mehrheit zustimmte.

Nun hat sich aber der Maschinenring zurückgezogen. Der Dienstleister bleibt in St. Johann. „Es gibt einen mehrheitlichen Beschluss, dass wir in St. Johann bleiben“, erklärt Hermann Huber auf Anfrage der TT. Es habe sich nun doch eine Möglichkeit der Erweiterung am bestehenden Standort ergeben. Derzeit ist der Maschinenring neben der Weitau in St. Johann untergebracht. Dort ist auch die Bezirkslandwirtschaftskammer angesiedelt. „Wir hatten in dem Bereich eine Kaufoption, die ich aber als sehr unwahrscheinlich eingestuft hatte. Nun ist es aber einigen Mitgliedern gelungen, diese doch für uns zu gewinnen“, schildert Huber. Nun könne man am bestehenden Standort erweitern. Ein sehr guter Standort, wie Huber betont, denn „jeder Jungbauer soll wissen, wo der Maschinenring ist“. Ein weiterer Grund für die Abkehr von Kitzbühel sei die negative Stimmung dem Maschinenring gegenüber gewesen.

Frei bleiben dürfte das Grundstück dennoch nicht. Zu hören war, dass es einen weiteren Interessenten gibt, einen Kitzbüheler Unternehmer. Ob er den Zuschlag bekommt, muss der Kitzbüheler Gemeinderat entscheiden.