Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 24.11.2018


Bezirk Kufstein

Kufsteinerland: Höhere Ortstaxe genehmigt

Der TVB Kufsteinerland wird mit Juli 2019 eine neue Gästekarte einführen – das Geld dafür wird mit der Ortstaxe eingenommen.

© Otter



Von Wolfgang Otter

Kufstein – Bereits im September hatte TVB-Obmann Johann Mauracher angekündigt, dass man die Ortstaxe in der Tourismusregion Kufsteinerland von 1,60 Euro auf zwei Euro anheben möchte. Diese 40 Cent mehr sollen in eine neue Gästekarte fließen, die viele Extras für die Touristen bereithält. In den Mitgliederorten gerieten daraufhin die Diskussionen recht hitzig – Mauracher und sein Geschäftsführer Stefan Pühringer machten sich auf den Weg zu einer Infotour bei den Mitgliedern, um die Wogen zu glätten. Auch der TVB-Aufsichtsrat gab schließlich seinen Segen.

So gab es eigentlich kaum mehr Fragen und Diskussionen am Donnerstagabend bei der Vollversammlung – die Erhöhung ab Mitte 2019 wurde mit drei Gegenstimmen und einer Enthaltung beschlossen. Lediglich an der Einführung während der laufenden Sommersaison wurde Kritik laut, da man eine Benachteiligung fürchtete.

Bereits fixiert wurden Gratis­eintritte auf der Festung Kufstein und die unentgeltliche Benützung des Kaiserliftes mit der Karte. Auf Anregung eines Mitglieds hin erklärte Top-City-GF Emanuell Präauer und Stadtwerke-GF und TVB-Obmannstv. Markus Atzl bei der Sitzung, dass jene Vermieter, die ihre Gäste begleiten, ebenfalls freien Eintritt bei diesen Einrichtungen erhalten.

Zufrieden zeigt man sich mit der Entwicklung der Nächtigungszahlen, die über den Tirolschnitt gestiegen sind. So konnte das Tourismusjahr 17/18 mit 821.431 Nächtigungen abgeschlossen werden. „Das ist seit 2014 ein Zuwachs von rund 100.000“, wie Mauracher erfreut berichtete. Die Zuwächse nach der Saison betragen im Winter 17/18: 20.404 und im Sommer 33.323. Auch die Auslastung der Betten konnte von 2014 bis 2018 um 5,7 % erhöht werden. Während es in allen Orten Steigerungen gab, mussten jedoch Langkampfen und Niederndorferberg Rückgänge verbuchen.

Um den Erfolg zu halten, sind neue Projekte geplant. Auch eines, um die Mitarbeitersituation zu verbessern: „Wir müssen den jungen Leuten sagen, wie toll es ist, im Tourismus zu arbeiten. Man lernt jeden Tag neue Menschen kennen und erfährt viel Neues“, pries Mauracher.