Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 04.12.2018


Bezirk Imst

Canal sichert Ausfallstraße zu

Silvia Pardeller-Canal sichert die Ausfallstraße vom ÖAMTC in die Fabrikstraße zu. Die Errichtungskosten soll jedoch die Stadt tragen.

© ParthProjektwerberin Silvia Pardeller-Canal.



Von Thomas Parth

Imst — Die Berichterstattung rund um die geplante Umwidmung einer Selbstbedienungstankstelle auf dem Gelände der Familie Canal wirbelt weiter Staub auf. Nun wendet sich Projektwerberin Silvia Pardeller-Canal mit Hintergrundinformationen an die Öffentlichkeit.

„Es hat eine Projektpräsentation im Imster Bauausschuss gegeben", bestätigt Pardeller-Canal. Dabei sei klar zum Ausdruck gebracht worden, dass eine Ausfallstraße vom ÖAMTC-Kreisverkehr hinunter in die Fabrikstraße als realistische Variante zu diskutieren sei. „Die Gemeind­e braucht den Weg zur Verkehrsentlastung. Die Familie Canal ist dazu bereit, die dafür nötige Wegführung zur Verfügung zu stellen", legt Silvia Pardeller-Canal gegenüber der TT offen. Als „Knackpunkt" bezeichnet sie die Errichtungskosten der Straße, welche laut ersten Schätzungen zwischen 850.000 bis eine Million Euro liegen dürften.

„Wir sind keine Straßenplaner und können, was die genaue Wegführung betrifft, noch keine gesicherten Angaben machen", lässt Pardeller offen, doch eines sei fix: „Die Errichtungskosten der Straße sind für uns allein nicht tragbar." Ein anderes Thema sei die Erschließung der Gewerbegründe, welche selbstverständlich die Firma Canal tragen müsste, so deren geschäftsführende Gesellschafterin.

Käme diese, in der jüngsten Gemeinderatssitzung angesprochene, große Lösung, entstünden über 100 neue Arbeitsplätze. Damit wäre auch die SB-Tankstelle, die ohne Mitarbeiter auskomme, zu rechtfertigen. Der Konsument solle selbst entscheiden dürfen, ob er einen Tank­service benötige oder nicht.