Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 04.12.2018


Bezirk Schwaz

Millionen fließen in die Erlebnistherme Zillertal

Die Erlebnistherme Zillertal will mit 8 Mio. € Investitionen am Puls der Zeit bleiben.

© Therme Zillertal



Von Angela Dähling

Fügen – Seit zwölf Jahren zeigt die Erlebnistherme Fügen, wie man schwarze Zahlen schreibt. Inzwischen hat sich gezeigt: Die Liegeflächen reichen nicht mehr aus, und auch sonst hat sich der Wellnessmarkt gewandelt. Dazu kommt Konkurrenz durch das „Atoll“ in Eben. „Investitione­n von 8 Millionen Euro sind in den nächsten Jahren geplant“, erklärt der Fügener Bürgermeister Dominik Mainusc­h, der zusammen mit dem TVB-Obmann Ernst Erlebach als Geschäftsführer der Therme agiert. Die Therme gehört zu je 50 % der Gemeind­e und dem TVB.

„Früher wurde im Keller sauniert, jedenfalls im Innenbereich. Jetzt macht man das auch im Freien“, sagt Mainusc­h. Ein Außenpool und Liegeflächen im Freie­n seien für die Saunagänger auf der Westseite des Areals im Bereich des Flugdachs geplant. Auch eine Verbesserung des Zugangs in den Saunabereich soll es geben. Neue Ruheräum­e, mehr Spinde und Umkleiden, die Verdoppelung der Liege­flächen im Hallenbad, ein Actionbereich mit Wasserfontänen für Kinder ab 10 Jahren und ein neues Restauran­t, das an das bestehende angrenzt und für die Saunagänger zugänglich ist, seien ebenfalls Wunsch. Auch eine Familienrutsche, auf der vier Personen gleichzeitig rutschen können, ist Thema. „Es gibt im Gemeinderat einen einstimmigen Beschluss auf Basis eines Businessplans daz­u. Die Refinanzierung soll ohne Eigentümerzuschüsse aus dem Betrieb heraus passieren“, sagt der Bürgermeister. Mit einem Plus von zehn bis 20 Prozent zusätzlichen Eintritten könnte die Investitio­n laut Mainusch refinanziert werden.

„Wir haben im TVB-Aufsichtsrat etwas zurückgerudert. Wir müssen kleinere Brötchen backen“, sagt TVB-Chef Ernst Erlebach und erinnert daran, dass der Bau der gesamten Therme knapp 15 Mio. Euro gekostet hab­e. Im Vergleich dazu seien 8 Mio. € viel Geld. „Es gibt einen Grundsatzbeschluss im Aufsichtsrat, dass etwas zu unternehmen ist. Die Entscheidung fällt aber im Aufsichtsrat der GmbH“, sagt Erlebach. Noch sei man bei der Ideenentwicklung. 2019 sei laut Mainusch die Planungsphase, 2020 sollen laut ihm Ausschreibung und Baubeginn folgen.