Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 07.12.2018


Standort Tirol

Osttirol: Privatvermieter bieten Erholung und Luxus

Die Zeiten der einfachen privaten Gästezimmer sind vorbei. Der Privatvermieter Verband Tirol zeichnete zwei Vorzeigeobjekte aus.

© Blassnig ChristophVerbandsobfrau Theresia Rainer (l.) und Maria Braito (r.) zeichneten die Privatvermieter Josef und Elisabeth Kaplenig vom Michelerhof in Lavant sowie Stefanie und Martin Mattersberger aus Matrei (v. l.) aus.



Von Christoph Blassnig

Matrei, Lavant – Theresia Rainer ist Bezirksobfrau in Osttirol und zugleich Landesobfrau des Privatvermieter Verbandes Tirol. „Die Zeit der einfachen Unterkünfte bei Privatvermietern ist schon lange vorbei“, sagt die engagierte Obfrau. „Das ist Steinzeit.“ Der heutige Gast wünsche hochwertige Ausstattung und Komfort, gepaart mit der Privatsphäre und Ungestörtheit einer Ferienwohnung. „Wir arbeiten im ganzen Land intensiv an der Qualitätssteigerung.“

Hotels bieten Sternekategorien, Urlaub-am-Bauernhof-Anbieter Blumenkategorien – Privatvermieter können ihre Unterkünfte vom Verband in Edelweiß-Stufen bewerten lassen. Bisher gab es die Zwei-, Drei-, Dreiplus- und die Vier-Edelweiß-Kategorien. Ganz neu hinzugekommen ist eine Fünf-Edelweiß-Auszeichnung. Diese höchsten Qualitätsanforderungen gelten in ganz Österreich. Der Gesamteindruck muss „exklusiv“ sein, mit „erstklassigem“ Innen- und Außenbereich, hochwertigen Möbeln in Tischlerqualität und großzügigem Raumangebot. Erst ein Betrieb im Ötztal, dazu einer im Lechtal wiesen bis letzte Woche die höchste Kategorie auf. Nun haben auch zwei Privatvermieter in Osttirol die Auszeichnung erhalten: Elisabeth und Josef Kaplenig aus Lavant (Antonius Natur Apartments) und Stefanie und Martin Mattersberger (freiraum – spür die natur) aus Matrei. Beide Familien bieten Ferienwohnungen an. Beide Anbieter präsentieren ihren Gästen in den Mietobjekten luxuriöse Nassbereiche mit Saunen, großzügige Räume mit Altholz-, Stein-, Loden-, und Lederausstattung. Elisabeth und Josef Kaplenig haben das ehemalige Futterhaus des landwirtschaftlichen Betriebes vor zwei Jahren zu drei Ferienwohnungen umgebaut und eröffnet. Wo im Garten jahrzehntelang ein 20-kV-Strommast stand, genießen die Gäste heute einen naturnahen Schwimmteich.

Stefanie und Martin Mattersberger haben ihr Haus in Matrei in den Fels gebaut. „Man hat uns vor fünf Jahren belächelt“, sagt Martin. „Es gibt den Gast für hochklassige Produkte. Nur das Angebot hat in Osttirol gefehlt.“