Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 11.01.2019


Exklusiv

Strompreis zeigt nach oben, 300 Tiwag-Millionen rollen

Der Energie-Landesversorger Tiwag hat im Vorjahr beim Gewinn leicht zugelegt. Vorerst wird es für die Stromkunden nicht nochmals teurer.

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Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:58
Zitiere aus diesem Artikel: „Beim Gemeinschaftskraftwerk Inn (GKI), das 2021 ans Netz gehen soll, wolle man heuer den Durchschlag schaffen. Trotz der durch Geologie und Auflagen von 460 auf über 600 Mio. Euro explodierten Kosten sei das Projekt weiter hochwirtschaftlich und werde die für Tirol dringend benötigte Grundlast liefern, so Entstrasser. Diese Aussage setzt derzeit den Schlusspunkt zu einer unendlich langen und teuren Geschichte, welche ich hier chronologisch aufzeige.
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:58
Weil man hier keine Absätze mehr schreiben kann, muss ich zwecks besserer Lesbarkeit und Übersicht meinen Kommentar in Einzelkommentare bis zurück zum Beginn vor allem in Bezug auf die Kostenentwicklung aufgliedern.
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:57
Mit der Äußerung von dem TIWAG-Vorstandschef Entstrasser, dass das GKI ein hochwirtschaftliches Projekt wäre, muss man sich fragen woher er diese Erkenntnisse hat und warum ihm auch aus den Reihen des Aufsichtsrates niemand widerspricht? Immerhin sind die Strompreise an der Börse noch immer nicht auf dem Niveau 2009 angelangt, was zusätzlich dazu beiträgt, dass die Wirtschaftlichkeit zusätzlich dem Projektbetreiber nicht zumutbar wäre!
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:57
Ja, Hr. Entstrasser man kann dem Volk gegenüber alles schönreden. Aber angesichts der tatsächlichen Kostenentwicklung kommt der Verdacht von Lug und Trug auf. Warum stellt hier niemand die Grundsatzfrage, wer für diese Kostenentwicklung zur Rechenschaft zu ziehen ist? Anderswo würde es den Projektverantwortlichen wohl an den Kragen gehen? Aber Ihnen gestehe ich zu, dass Sie nun das auslöffeln müssen was ihr Vorgänger Ihnen eingebrockt hat! Was aber nicht gleich zu setzen ist, dass es deshalb keine Verantwortlichen mehr gäbe.
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:54
Auch wenn der neue TIWAG- Chef Entstrasser bei explodierenden Kosten von über 600 Mio. Euro noch immer der Meinung ist, dass es sich dabei um ein hochwirtschaftliches Projekt handelt, so müssen wir uns nun wohl endgültig gefrotzelt fühlen, oder nicht? An die Führung der TIWAG samt Vorstand und Aufsichtsrat gerichtet folgt hier nun eine Listung der sonstigen angefallen Schäden: a) Ungefähr 24 Mio. Mindererlös infolge von ca. 2 Jahre Stromerzeugungsverluste. Ergibt einen GESAMTSUMME von ca. 630 Mio. Euro. b) Auch die Baukostenerhöhungen von derzeit rund 205 Mio. Euro sind zu verzinsen und ergeben auf die ca. die halbe Konzessionszeit (27 Jahre) bei einer durchschnittlichen einfacher Verzinsung mit 5% weitere Folgekosten in der Höhe von 275 Mio. Euro. c) GESAMTSUMME der GKI Investition samt Neben- bzw. Folgekosten nähert sich mit 905 Mio. Euro nun schön langsam der Milliardengrenze!
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:55
Zwecks besserer Übersicht hier die getrennte Listung der bisher angefallenen Schäden:
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:56
a) Ungefähr 24 Mio. Mindererlös infolge von ca. 2 Jahre Stromerzeugungsverluste. Ergibt einen GESAMTSUMME von ca. 630 Mio. Euro.
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:56
b) Auch die Baukostenerhöhungen von derzeit rund 205 Mio. Euro sind zu verzinsen und ergeben auf die ca. die halbe Konzessionszeit (27 Jahre) bei einer durchschnittlichen einfacher Verzinsung mit 5% weitere Folgekosten in der Höhe von 275 Mio. Euro.
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:56
c) GESAMTSUMME der GKI Investition samt Neben- bzw. Folgekosten nähert sich mit 905 Mio. Euro nun schön langsam der Milliardengrenze!
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:53
Am 31.10.2018 erschien der noch immer nicht letzte Artikel bezüglich der scheibchenweisen Kostensteigerung beim GKI. Hier findet sich mit dem „vorläufigen“ Endergebnis (?) von 604,9 Mio. Euro die neueste Summe der Investitionskosten. Über Folge- bzw. anfallende Nebenkosten schweigt sich die TIWAG leider aus. Siehe: https://www.tt.com/wirtschaft/standorttirol/14963233/kraftwerksbau-kostet-30-prozent-mehr-als-geplant
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:53
Am 10.05.2018 wurde in der TT im Rahmen der Berichterstattung von der Übernahme der restlichen 10%- Anteile des Verbundes erneut eine Kostensteigerung angekündigt. Diesmal beließ man es bei einer Ankündigung, ohne diese näher zu konkretisieren. Für den Laie stellt sich die Frage wieso man darauf erpicht ist, nochmals 10%- Anteile für eine unwirtschaftliche Investition zu erwerben, wenn man gleichzeitig ankündigt, dass man die letztgenannten Kosten von 534,5 Mio. Euro nicht halten wird können? Siehe: https://www.tt.com/wirtschaft/standorttirol/14341082/tiwag-erhoeht-den-gewinn-und-gki-anteil
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:52
Am 11.04.2018 wurde in der TT angekündigt, dass der Kostenrahmen von 534,5 Mio. Euro möglicherweise erhöht werden müsse. Zitiere GF DI Herdina: „Trotz der Mehrkosten bleibt das Kraftwerk rentabel“. Na also ich dachte nicht, dass die TIWAG uns für so dumm verkaufen möchte, indem sie davon ausgeht dass wir uns nicht mehr an die Aussagen der Sachverständigen DI Monz und DI Steiner erinnern. Immerhin wurde 2009 von diesen Sachverständigen festgestellt, dass Kosten von 400 Mio. Euro nicht mehr im öffentlichen Interesse liegen würden und dem Projektbetreiber nicht mehr zumutbar seien? Daraus ergibt sich erneut eine offene und noch unbeantwortete Frage: Wer hat hier Recht und wer ist im Unrecht?
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:52
Siehe: https://www.tt.com/wirtschaft/standorttirol/14225878/eine-durchwachsene-gki-baustelle
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:51
Am 22.11.2017 beklagt die Liste Fritz die Nichtauskunft von LH Platter bezüglich der GKI Kostensteigerungen von 410 auf 534 Mio. Euro. Also interessiert sich unser LH nicht um unser aller Eigentum, denn das Land Tirol sind wir alle Tiroler und alle steuerzahlenden Bürger!
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:52
Siehe: https://www.tt.com/ticker/13700381/tiroler-kraftwerk-liste-fritz-beklagt-nicht-auskunft-platters
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:50
Am 09.12.2017 teilte der Geschäftsführer DI Johann Herdina erneut mit, dass man den aktuelle Zeit- und Kostenplan mit 535 Mio. Euro im Griff habe! Auffällig ist, dass man bezüglich der Stromerzeugung offensichtlich auch Schönfärberei betreibt, denn nun will der Geschäftsführer wohl auf wundersame Weise die Stromproduktion von 400 GWh auf jährlich 450 GWh angehoben wissen. Warum wohl, um den Schwellenwert von genügend knapp darunter halten zu können?
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:51
Siehe: https://www.tt.com/wirtschaft/standorttirol/13758552/mineure-steuern-halbzeit-im-gki-stollen-entgegen
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:49
Am 31.08.2017 wurde in der TT berichtet, dass die GKI- Kosten nun von 461 Mio. auf 534,5 Mio. Euro angestiegen sind. Zur Erinnerung: noch vor 5 Monate (im Februar) war Geschäftsführer DI Johann Herdina davon überzeugt, dass die neuen Kosten mit 461 Mio. Euro halten würden. Nun führt er diese Kostensteigerung auf 3 Fakten zurück: 1.) Austausch der Baufirma 2.) Mehraufwand beim Vortrieb 3.) Mehraufwand bei der Wehranlage
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:50
Siehe dazu: „GKI kostet 534,5 statt 461 Mio. Euro“ unter https://www.tt.com/wirtschaft/standorttirol/13379108/gki-kostet-534-5-statt-461-mio-euro
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:49
Am 11.05.2017 wurde in der TT veröffentlicht, dass das GKI nochmals um 70 Mio. auf 530 Mio. Euro teurer werde, Siehe: „Einbußen für TIWAG, GKI wird 70 Millionen teurer“ unter: https://www.tt.com/wirtschaft/standorttirol/12962940/einbussen-fuer-tiwag-gki-wird-70-millionen-teurer
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:49
Am 17.02.2017 behauptete Geschäftsführer DI Herdina, dass man die neuen Kosten von 461 Mio. Euro trotz Wechsel des Auftragnehmers halten könne. Wie unwissend sich diese Aussage noch herausstellen sollte, werden die nachfolgenden Kommentare noch aufzeigen! Siehe: https://www.tt.com/wirtschaft/standorttirol/12630693/neues-konsortium-auf-gki-baustelle
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:48
Am 12.11.2014 wurden im Rahmen der Spatenstichfeier die Kosten von 410 Mio. Euro seit Mai in nur 5 Monate um weitere 51 Mio. Euro auf 461 Mio. Euro erhöht! Siehe: https://www.meinbezirk.at/landeck/c-wirtschaft/gki-groesste-kraftwerks-investiton-seit-jahrzehnten_a1150273
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:48
Am 15.05.2014 wurde unter dem Artikel „TIWAG will bis August GKI-Mehrheit“ bekannt, dass man in der Zwischenzeit bereits bei 450 Mio. Gesamtkosten angekommen ist. Siehe: https://www.tt.com/wirtschaft/standorttirol/8381592/tiwag-will-bis-august-gki-mehrheit
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:48
Am 14.08.2013 wurden auch Projektkosten von 400 Mio. Euro zum GKI in der TT veröffentlicht und Mahnungen vom damaligen TIWAG-Aufsichtsratschef Eberle zur Vorsicht wurden ausgesprochen! Wobei zu diesem Zeitpunkt bereits die Marke von 419 Mio. Euro erreicht wurde. Siehe „Bei Innkraftwerk gibt es Zweifel an der Rentabilität“ unter: https://www.tt.com/tirolchronik/landeck/7013912/bei-innkraftwerk-gibt-es-zweifel-an-der-rentabilitaet
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:47
Am 18.05.2012 wurde unter dem Titel „GKI überprüft Kraftwerkspläne nach Felssturz“ bekannt, dass das Projekt nun schon bei 410 Mio. Euro an Kosten angelangt ist. Also spätestens jetzt ist der Schwellenwert der zumutbaren Kosten für ein wirtschaftliches Projekt überschritten! Siehe: https://www.tt.com/panorama/natur/4796338/gki-ueberprueft-kraftwerksplaene-nach-felssturz
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:47
Am 26.04.2011 wurde im Bezirksblatt Landeck unter „GKI: Es heißt weiter warten“ verlautet dass die Kosten des GKI bei nun 400 Mio. Euro liegen. Also wurde die nicht mehr zumutbare Kostengrenze noch vor Baustart bereits erreicht, wenn man noch den beiden Gutachtern DI Monz und DI Steiner noch Glauben schenken will! Siehe dazu: https://www.meinbezirk.at/landeck/c-wirtschaft/gki-es-heisst-weiter-warten_a65416
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:47
Gemäß der Potentialstudie des Landes Tirol liegt ein Projekt mit spez. Investitionskosten von 0,8 bis 1,15 €/kWh in der Klasse gut. Da ist die Bandbreite von „gut“ schon sehr erstaunlich, wenn die Gutachter zu den Schluss kommen, dass ein Wert von 1,072 €/kWh nicht mehr im öffentlichen Interesse liegen würde. Immerhin ist man nun bei 605 Mio. Euro an Projektkosten gelandet und das ergibt einen Wert von 1,487 €/kWh und damit ist man an der Grenze der Klasse genügend angelangt. Dieser Wert liegt 75,5% über jenen Wert welchen die Gutachter Monz + Steiner noch als im öffentlichen Interesse beurteilten und schon 38,7% über jenen Wert, welchen die Gutachter bereits 2009 als nicht mehr zumutbar beurteilten!
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:46
Siehe Genehmigungsverfahren nach dem UVP-G 2000 – VERHANDLUNGSSCHRIFT vom 15.12.2009: https://www.tirol.gv.at/fileadmin/themen/umwelt/umweltrecht/Kundmachungen_UVP_2008/Verhandlunsschrift_muendliche_Verhandlung_GKI__Landeck_.pdf ) Zitiere sinngemäß und gekürzt aus der Verhandlungsniederschrift von Seiten 14 + 15: Bei rund 400,0 Mio. € Investitionskosten und einer Gesamtenergieerzeugung von rund 373 GWh/a, bzw. bei 406,64 GWh/a bei 351 Mio. Euro (Projektkosten geplantes und letztlich genehmigtes Projekt) ergeben sich die arbeitsspezifischen Kosten mit 1,072 €/kWh (+27%) über jenen des Einreichprojektes mit 0,847 €/kWh.
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:46
Dazu mein Hinweis: gemäß der angeführten Zahlen ergibt sich ein Wert von 0,863 €/kWh = ~ + 24%, ist aber offensichtlich niemand aufgefallen?). Diese spezifischen Kosten sind aus Sicht der gefertigten Sachverständigen (DI Monz + DI Steiner) ohne jeden Zweifel der Antragstellerin als nicht zumutbar
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:44
Die 1. Kostenkorrektur erfolgte durch Mag. Michael Mendel (GKI- Anwalt) am 05.08.2009 um >22% auf 351 Mio. Euro. Mehr dazu im nachfolgenden Kommentar.
Günther Kramarcsik • 16.01.2019 15:44
Mit Start der UVE- Einreichung im Oktober 2007 wurden Projektkosten von 287 Mio. Euro von der GKI-GmbH genannt!

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