Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 25.01.2019


Tirol

1,7 Millionen Nächtigungen mehr: Tirol verhilft Tourismus zu Rekordjahr

Mehr Nächtigungen, mehr Ankünfte von Gästen, dazu ein außergewöhnlich guter Start in die Wintersaison aufgrund des guten Dezembers (die Übernachtungen stiegen um 7,4 Prozent) — für den österreichischen Tourismus ist 2018 ein Jahr der Superlative.

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Wien – Mehr Nächtigungen, mehr Ankünfte von Gästen, dazu ein außergewöhnlich guter Start in die Wintersaison aufgrund des guten Dezembers (die Übernachtungen stiegen um 7,4 Prozent) – für den österreichischen Tourismus ist 2018 ein Jahr der Superlative. Tirol liefert mit einem Plus von 1,7 Millionen Übernachtungen einen entscheidenden Beitrag zum Rekord. Das geht aus der vorläufigen Beherbergungsstatistik der Statistik Austria hervor.

Fast 150 Millionen Nächtigungen wurden österreichweit im Vorjahr gezählt, laut Statistikern ein neuer Höchstwert. Gegenüber 2017 entspricht das einem Anstieg um 3,6 Prozent. Im Österreich-Schnitt liegt das Übernachtungs-Plus in Tirol. Das große Betten-Angebot sorgt auch dafür, dass Tirol für knapp ein Drittel der Übernachtungen verantwortlich ist: Knapp 50 Millionen wurden hier gezählt. Vom Boom des Städtetourismus profitierte die Bundeshauptstadt Wien, wo die Übernachtungen um (den österreichweit höchsten Wert von) 6,3 Prozent auf 16,5 Millionen zulegten. Einzig im Burgenland gingen die Übernachtungszahlen um 1,4 Prozent zurück.

Auch bei der absoluten Zahl der Gäste gab es mit rund 45 Millionen Ankünften einen neuerlichen Rekordwert. Zuwächse gab es sowohl bei Gästen aus dem Inland (+2,2 Prozent auf 39,37 Millionen) sowie dem Ausland (+4,2 Prozent auf 110,38 Millionen). Beliebt ist Österreich vor allem bei Gästen aus Deutschland. Mit 56,26 Millionen Nächtigungen (+5 Prozent) stellten sie 2018 mehr als ein Drittel der gesamten Übernachtungen. Mit rund 10 Millionen Übernachtungen (+2,7 Prozent) sind die Niederlande der zweitwichtigste Herkunftsmarkt. Den höchsten Anstieg gab es mit fast 9 Prozent bei ungarischen Gästen. Nur bei Touristen aus der Schweiz und Liechtenstein (-1,8 Prozent) und Italien (-1,1 Prozent) gab es Rückgänge.

Touristen wählten im vergangenen Jahr für die Übernachtung besonders gern Ferienwohnungen oder -häuser. Die meisten (rund 53 Millionen) bevorzugten aber weiterhin den Komfort eines 5- und 4-Stern-Hotels. (APA, ritz)