Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 10.01.2019


Bezirk Schwaz

TVB-Geschäftsführerin Weber: „Ich wäre gerne geblieben“

Heute wird der Aufsichtsrat des Schwazer TVB neu gewählt. GF Andrea Weber hängt ihren Job an den Nagel.

Die bisherige TVB-Geschäftsführerin Andrea Weber verlässt Schwaz wieder.

© FankhauserDie bisherige TVB-Geschäftsführerin Andrea Weber verlässt Schwaz wieder.



Schwaz – Heute Abend ist es so weit: Ein neuer Aufsichtsrat für den Tourismusverband Silberregion Karwendel wird gewählt. Insgesamt 35 Personen auf zwei Listen können in den drei Stimmgruppen gewählt werden. Für die TVB-Geschäftsführerin Andrea Weber bedeutet es der Abschied.

Auf der Liste A stehen Anton Gschwentner (Hotel Schwarzbrunn), Andreas Jenewein (Stay Inn Hotel und derzeitiger Aufsichtsratsvorsitzender) sowie Manfred Berkmann (Stadtmarketing) auf den vordersten Plätzen. Auf der Liste B befinden sich Wolfgang Ebner (Hotel Rettenberg), Othmar Gruber (Hotel Jenbacherhof) und Christoph Schiffmann (Tuxa GmbH) auf den jeweils ersten Plätzen der Stimmgruppen.

Die Wahl war ursprünglich für November angesetzt und musste aufgrund der neuen Rechtslage verschoben werden. Pikant ist: Zum ersten Wahltermin gab es nur eine Liste. Nun gibt es zwei. „Ich bin der zweiten Liste sehr gewogen und bin für ein gutes Miteinander“, sagt Gschwentner von der Liste A. Laut ihm hat sich Liste B erst recht kurzfristig gebildet.

Als Obmann möchte Jenewein von der Liste A gerne Peter Unterlechner ablösen. Seitens der Liste B gibt es noch keinen Kandidaten. Das wolle man spontan entscheiden.

Laut TVB-Geschäftsführerin Andrea Weber haben bis zu 150 Personen die Vorwahl im TVB-Büro genutzt. Heute Abend erwartet sie je nach Wetterlage rund 200 Besucher zur Vollversammlung. „Es ist erfreulich, dass so viele das Angebot der Vorwahl genutzt haben“, sagt Weber.

Sie selbst wird zwar bei der Wahl anwesend sein, hängt ihren Job aber danach an den Nagel – die TT berichtete. Laut Vertrag und Resturlaub ist Weber nur noch bis nächsten Mittwoch im Dienst. „Aber ich bin flexibel. Ich möchte noch die Wahl abwarten und ich helfe gerne noch ein paar Tage länger aus, wenn nötig“, sagt Weber. Endgültig Schluss ist für sie am 25. Jänner.

Ihr Rücktritt kam überraschend. „Das ist aus rein persönlichen Gründen geschehen. Ich wäre gerne geblieben. Ich hatte mir mit viel Elan Positives vorgenommen, als ich hergezogen bin“, sagt Weber. Es sei nicht ihr Plan gewesen, nach 18 Monaten schon wieder zu gehen. „Aber ich habe andere Umstände vorgefunden als gedacht“, sagt Weber. Es sei ihr intern nicht ganz einfach gemacht worden. „Ich hätte es mir anders gewünscht. Aber wir haben uns nun gut geeinigt“, sagt sie.

Wohin die Reise nun geht, wollte Weber nicht verraten. Nur so viel: In Schwaz bleibt sie nicht und auch in der Tourismusbranche wolle sie nicht mehr arbeiten. (emf)