Letztes Update am Mi, 09.01.2019 17:07

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sanierungsverfahren

Rosenberger-Raststätte in Ampass sperrt „mit sofortiger Wirkung“ zu

Bei der technischen Einrichtung der Raststätte an der A12 sei „Gefahr in Verzug“, begründete der Masseverwalter den Schritt. Bezüglich der weiteren 16 Standorte zeigte er sich optimistisch.

Die Rosenberger-Raststätte in Ampass wurde bereits  im Jänner wegen Gefahr im Verzug behördlich geschlossen.

© Vanessa Rachle / TTDie Rosenberger-Raststätte in Ampass wurde bereits im Jänner wegen Gefahr im Verzug behördlich geschlossen.



Ampass – Im Rosenberger-Sanierungsverfahren wurde die Raststätte an der A12 in Ampass am Mittwoch geschlossen. „Der Standort wird mit sofortiger Wirkung stillgelegt“, sagte Masseverwalter Christian Lind. Bei der technischen Einrichtung sei „Gefahr in Verzug“. Bezüglich der weiteren 16 Standorte zeigte er sich optimistisch. Es gebe internationale und nationale Interessenten für einen Einstieg als Investor.

Der Masseverwalter begründete die am Mittwoch getroffene Entscheidung über den Standort im Bezirk Innsbruck-Land damit, dass die elektrischen Anlagen nicht ausreichend betriebssicher seien. „Daher habe ich die sofortige Schließung des Standortes angeordnet“, sagte Lind zur APA. Die Sicherheit stehe im Vordergrund. Um den Standort wieder fit zu machen, würde es laut dem Masseverwalter enorme Investitionen brauchen.

Mitarbeiter werden von AK begleitet

Es müsse noch die gerichtliche Genehmigung der Schließung eingeholt werden, diese werde unverzüglich beantragt, sagte der Rechtsanwalt. Danach haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, berechtigt ihren vorzeitigen Austritt erklären. Dabei würden sie von der zuständigen Arbeiterkammer begleitet, hieß es.

Der Fortbetrieb der anderen Standorte laufe weiterhin zufriedenstellend, teilte Lind mit. Über die Rosenberger Restaurant GmbH mit Hauptsitz in Loosdorf (Bezirk Melk) war im Dezember am Landesgericht St. Pölten ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden. Die unbesicherten Verbindlichkeiten wurden mit 12,3 Mio. Euro angegeben. Betroffen sind rund 300 Gläubiger und 448 Dienstnehmer. Die Prüfungs- und Berichtstagsatzung ist für 12. Februar geplant, die Sanierungsplantagsatzung findet am 13. März statt. (APA)

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