Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 14.01.2019


Bezirk Schwaz

Neues Kapitel bei Post in Zell

Das Café mit Postservicestelle (l.) ist derzeit geschlossen und die Post vorläufig im Gemeindeamt daneben untergebracht.

© DählingDas Café mit Postservicestelle (l.) ist derzeit geschlossen und die Post vorläufig im Gemeindeamt daneben untergebracht.



Das Thema Post ist in Zell seit fast drei Jahren ein äußerst leidiges. 2016 wurde bekannt, dass das Postamt in der Marktgemeinde zusperren wird. Von November 2016 bis Mai 2017 führte die Gemeinde dann selbst die Postgeschäfte.

Vor genau einem Jahr dann ein Freudenfest bei der offiziellen Eröffnung des „Hoagacht"-Cafés in der ehemaligen Postfiliale, in dem auch Pakete und Briefe aufgegeben werden, Handys verkauft und diese am Kaffeehaustisch bei Kaffee und Ratscher an eigenen Lade­stationen aufgeladen werden konnten.

Doch schon nach einigen Monaten kam die Ernüchterung. Die Pächterin musste Insolvenz anmelden, auch einige der am Innenausbau beteiligten Firmen blieben auf Forderungen sitzen, und Zell stand neuerlich ohne Postamt da.

Anfang September übernahm die Gemeinde in ihrem Amtsgebäude die Dienste der Post. Das „Hoagacht" ist geschlossen. „Das wird sich hoffentlich aber bald ändern", sagt Bürgermeister Robert Pramstrahler. Zwei Interessenten hätten sich als Pächter des Lokals samt Postservicestelle beworben, beide seien aus dem Bezirk Schwaz, einer davon aus dem Zillertal. „Wir hoffen, noch in diesem Monat eine Lösung zu finden", sagt der Gemeindechef. Um Bauchlandungen wie die letzte künftig zu vermeiden, werde die Gemeinde noch restriktiver bei der Vertragserstellung vorgehen, sagt Pramstrahler. (ad)