Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 16.01.2019


Bezirk Imst

Mit 20 Millionen Euro ist die Neue Heimat in Imst tätig

Die NHT, als Beteiligungsgesellschaft von Land und Innsbruck, baut in Haiming erstmals im Oberland Fünf-Euro-Wohnungen.

In Haiming engagiert sich die Neue Heimat nicht nur im leistbaren Wohnbau, sondern tritt auch als Bauträger für betreubares Wohnen auf. Markus Pollo und Hannes Gschwentner (v.l.) forcieren leistbares Wohnen.

© ParthIn Haiming engagiert sich die Neue Heimat nicht nur im leistbaren Wohnbau, sondern tritt auch als Bauträger für betreubares Wohnen auf. Markus Pollo und Hannes Gschwentner (v.l.) forcieren leistbares Wohnen.



Von Thomas Parth

Imst – Die Neue Heimat Tirol (NHT) feiert heuer ihr 80-jähriges Bestehen und ist auch im Jubiläumsjahr alles andere als untätig. Alleine im Bezirk Imst investiert der soziale Wohnbauträger 20 Millionen Euro.

In Sölden gelangt im Ortsteil Kaisers der zweite Bauabschnitt zur Realisierung. 23 Mietwohnungen mit Kaufoption werden bis Herbst 2020 errichtet. Für die Gemeinde Stams sind elf Mietwohnungen vorgesehen. Auch in Umhausen fahren noch heuer die Bagger für 24 Mietwohnungen auf. Auf einem Baurechtsgrundstück der Bundesforste in Obsteig stellt die NHT heuer im Sommer 16 Wohnungen fertig. Bis zum Herbst kommen weitere acht Wohneinheiten dazu. „Wir sind nicht nur für die Ballungsräume da. Durch kleinere Projekte, welche für einen privaten Wohnbauträger kaum rentabel wären, stemmen wir uns gegen die Abwanderung aus den Seitentälern und liefern hier leistbaren Wohnraum“, bekennt sich GF Hannes Gschwentner zur Regionalität.

Vorbildlich sei man in Haiming unterwegs, wo es heuer um die Errichtung der ersten Fünf-Euro-Wohnungen im Oberland sowie um Betreubares Wohnen geht. „Wollen wir Grundstücke dem sozialen Wohnbau zuführen, sind wir auf die Mithilfe der Gemeinden angewiesen“, führt der wirtschaftliche Geschäftsführer der NHT, Markus Pollo, näher aus. Er setzt dabei seine Hoffnungen auf die jüngste Tiroler Regierungsklausur, welche eine Baulandmobilisierung andenkt. „In den Gemeinden wollen wir uns verstärkt als Bauträger multifunktionaler Gemeindezentren etablieren“, weiß Gschwentner. In Haiming geht zusätzlich zu den 23 Fünf-Euro-Wohnungen, mit Spatenstich im ersten Halbjahr, eine Wohnanlage für Betreubares Wohnen an den (Bau-)Start. Diese soll 18 Einheiten umfassen und neben dem bestehenden Pflegezentrum in Haiming erbaut werden.

Zu guter Letzt glänzt die Bezirkshauptstadt Imst, welche weiteren Wohnungsbedarf anmeldet. „Alleine mit der Grettert-Siedlung haben wir 27 Millionen Euro in 171 neue Wohnungen investiert“, hebt Gschwentner hervor. Aktuell würden Gespräche über die nächsten Wohnungsprojekte laufen.