Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 08.02.2019


Standort Tirol

Wichtige Posten im Lienzer Spital sind neu vergeben

Der künftige Verwaltungsleiter des Bezirkskrankenhauses Lienz heißt Georg Kollnig, der neue Abteilungsleiter für Innere Medizin ist Dritan Keta. Beide nehmen am 1. April ihre Arbeit auf.

Georg Kollnig (l.) und Dritan Keta (r.) mit BKH-Verbandsobmann Andreas Köll bei der Vorstellung im Krankenhaus.

© OblasserGeorg Kollnig (l.) und Dritan Keta (r.) mit BKH-Verbandsobmann Andreas Köll bei der Vorstellung im Krankenhaus.



Von Catharina Oblasser

Lienz – Zwei Schlüsselpositionen im Bezirkskrankenhaus Lienz wurden nach einer Ausschreibung neu vergeben: der Posten der Verwaltungsleitung und die Stelle als Leiter der Abteilung für Innere Medizin. Georg Kollnig folgt als Verwaltungsleiter seiner Vorgängerin Helene Brunner nach, Dritan Keta wird nach dem Abschied von Peter Lechleitner neuer Primar der „Internen“. Dienstbeginn ist für beide der 1. April. Am Donnerstagnachmittag stellten sich Kollnig und Keta gemeinsam mit Krankenhaus-Verbandsobmann Andreas Köll der Presse vor.

Georg Kollnig (49) stammt aus Thurn und ist „nur rein zufällig der Bruder des Bürgermeisters“, wie er selbst betont. Als Doktor der Betriebswirtschaft arbeitete er in Wien, England und Deutschland und war unter anderem für den Autozulieferer Bosch, die Denzel AG und die Firma Xerox (bekannt für Drucker und Kopiergeräte) tätig. Bei der Vorstellung gab Kollnig auch Privates preis: „Ich bin verheiratet und habe drei Kinder im Alter von acht, elf und 13 Jahren.“ Seine Motivation, sich als Verwaltungsleiter zu bewerben, beschreibt Kollnig so: „Ich wollte kurz vom meinem 50. Geburtstag noch etwas Neues beginnen. Ich bin zwar ein Quereinsteiger, was den Spitalsbereich betrifft, aber dadurch auch nicht betriebsblind.“

Dritan Keta (47) ist gebürtiger Albaner, hat in Verona Medizin studiert und lebt seither in Südtirol. Sein beruflicher Weg als Herzspezialist führte ihn unter anderem an das Deutsche Herzzentrum nach München, nach Landshut und zuletzt nach Füssen. Grenzüberschreitendes Arbeiten war ihm schon dort geläufig. „Füssen liegt ja direkt an der Grenze zum Außerfern“, so der Mediziner. Auch wenn es organisatorische Schwierigkeiten bei Behandlungen von ausländischen Patienten gebe, so sei eines sicher: „Für die Patienten selbst ist es ein großer Vorteil, wenn die Wege zur Behandlung möglichst kurz sind. Deshalb streben wir auch eine enge Kooperation mit Südtiroler Krankenhäusern an.“

Das Bezirkskrankenhaus Lienz hat etwa 850 Beschäftigte und 372 Betten, davon 135 in der Abteilung für Innere Medizin. „Das ist die größte interne Abteilung Tirols, abgesehen von Innsbruck“, erläutert Verbandsobmann Köll. Der Einzugsbereich des Lienzer Spitals umfasst nicht nur Osttirol, sondern auch Teile Oberkärntens.

Im Zuge der Neubesetzung der Verwaltungsleitung hatte es Unstimmigkeiten gegeben. Die bisherige Leiterin Helene Brunner hatte sich für den Posten wieder beworben, war aber abgeblitzt. Grundsätzlich ist ihr Dienstvertrag mit dem Spital aber unkündbar. „Wir haben ihr die Leitung des Qualitätsmanagements angeboten“, informiert Köll. „Ob sie das Angebot annimmt, steht noch nicht fest. Es gibt noch Gespräche.“




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