Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 12.02.2019


Bezirk Imst

Imst schätzt und fördert den Unternehmergeist

Mit dem Verein IZI hat das legendäre „Entrepreneurship“ ein fixes Standbein im Bezirk und wandelt Ideen in Unternehmen um.

Obmann-Stv. Ralf Schonger, Schriftführerin Katharina Haselwanter, Obmann Martin Wegscheider, Berater David Schmid mit Kassier Gerhard Gstettner und Manuel Flür vom Regionalmanagement Imst (v. l.).

© CN12 NovakObmann-Stv. Ralf Schonger, Schriftführerin Katharina Haselwanter, Obmann Martin Wegscheider, Berater David Schmid mit Kassier Gerhard Gstettner und Manuel Flür vom Regionalmanagement Imst (v. l.).



Von Thomas Parth

Imst – Das neudeutsche Wort Entrepreneurship ist ein Zungenbrecher und kann mit Unternehmergeist übersetzt werden. „Im Osten Österreichs ist man bereits einen Schritt weiter, wenn es darum geht, gute Ideen in die Umsetzung zu bringen“, weiß IZI-Obmann Martin Wegscheider. Der Verein Innovations- und Impulszentrum für Unternehmensgründungen im Bezirk Imst bringt seit gut zwei Jahren die Pferdestärken an guten Ideen auf den unternehmerischen Boden.

„Im Verein treffen sich Gleichgesinnte, unternehmerisch denkende Menschen, die Know-how und Erfahrungswerte aus unterschiedlichen Bereichen mitbringen“, zeigt Wegscheider auf. Unterstützt wird der Beraterpool über ein von Regio-Imst begleitetes EU-Projekt.

David Schmid konnte als Berater für Start-up-Gründungen gewonnen werden. „Auf dem Weg zur Unternehmensgründung wollen wir möglichen Stolpersteinen wie Steuernachzahlungen oder anderen bösen Überraschungen ausweichen“, erläutert Schmid. HAK-Direktor Harald Schaber sieht durch die Vereinstätigkeit viele Gewinner: „Wir haben mit unserem neu eröffneten Future Lab top ausgestattete Räumlichkeiten, die wir gerne für einen CoWorking­Space zur Verfügung stellen. In diesem Ideenlabor können Schüler mit Fachleuten und Lehrkräften in Kontakt treten und bekommen wertvolle Tipps mit auf den Weg.“ Unternehmens- und Steuerberater, Banken sowie Betriebe stehen dem gemeinnützigen Verein zur Seite.

Neu ist auch, dass diese Idee des Entrepreneurship, wenn man so will der Unternehmergeist, in andere Schultypen getragen wird. Auch in Mittelschulen oder in der Gymnasium-Unterstufe soll der Samen für unternehmerisches Denken durch maßgeschneiderte Unterrichtspakete gesät werden. „Mit dem Polytechnikum, der LLA, HTL oder der Berufsschule stehen wir in Kontakt, um unseren Ideenwettbewerb weiter zu bewerben. Für die Schüler ist das kaum Mehraufwand, da sie ihre Diplomarbeit zusammenfassen und beim Wettbewerb einreichen können“, weiß Wegscheider. Dass Schüler teils tolle Ideen haben, derer sich Business-Angels annehmen und sie bis zur Marktreife (vor allem finanziell) unterstützen und begleiten, zeigt sich am Beispiel „etagrow“. Der letztjährige Wettbewerbssieger punktete mit der Idee, hocheffiziente LED-Leuchten für Gewächshäuser zu verwenden, diese durch Wasser zu kühlen und Energie zurückzugewinnen.

Der Verein IZI lädt alle Interessierten am 27. Feber um 19 Uhr in den Raika-Saal nach Imst zu einem Infoabend.