Letztes Update am Mo, 11.02.2019 11:41

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Konjunktur

Tiroler Industrie: Moderates Wachstum mit Fragezeichen

Die Stimmungslage in der Tiroler Industrie hat sich weiter verbessert und unterscheidet sich damit von anderen Bundesländern, in denen die Entwicklung weniger positiv eingeschätzt wird.

76 Prozent der Tiroler Industriebetriebe wollen ihren Beschäftigtenstand in den nächsten drei Monaten nicht verändern.

© istock76 Prozent der Tiroler Industriebetriebe wollen ihren Beschäftigtenstand in den nächsten drei Monaten nicht verändern.



Innsbruck – Die aktuelle Konjunkturerhebung der Industriellenvereinigung Tirol (IV) signalisiert trotz Unsicherheiten immer noch Zuversicht. So beurteilen 65 Prozent ihre Auftragslage mit „gut“ und 35 Prozent „saisonüblich“.

Bei den Auslandsaufträgen sind von den befragten Unternehmen nur fünf Prozent mit der Lage unzufrieden, 61 Prozent bezeichnen ihre Exporte als gut und 34 Prozent als saisonüblich. Sowohl bei Auftragslage, als bei Auslandsaufträgen lagen die Werte im Quartal davor noch bei jeweils 50 Prozent gut und 50 Prozent saisonüblich. Das zeige, so die IV in einer Aussendung, dass die Stimmungslage der Tiroler Industrie sich also weiter verbessert hat, und sich damit auch auch von anderen Bundesländern in denen die Entwicklung weniger positiv eingeschätzt wird, unterscheidet.

Beschäftigung und Geschäftslage stabil

Bei der Produktionstätigkeit gehen 74 % von einer gleichbleibenden Kapazitätsauslastung aus. Mit einem spürbaren Produktionszuwachs dagegen rechnen 17 Prozent. Ihre Produktion zurückfahren werden voraussichtlich neun Prozent. Mit einer Steigerung der Verkaufspreise rechnen 13 Prozent, 74 Prozent gehen von gleichbleibenden und 13 Prozent von fallenden Preisen aus. Mit fallenden Preisen rechnete im Vorquartal keines der befragten Unternehmen, allerdings rechneten nur vier Prozent mit steigenden Preisen.

76 Prozent wollen ihren Beschäftigtenstand zumindest in den nächsten drei Monaten nicht verändern. 16 Prozent (vier Prozent im Vorquartal) beabsichtigen ihren Mitarbeiterstand auszuweiten. Die Einschätzung für das nächste Halbjahr fällt aber verhalten aus: neun Prozent - im vorhergehenden Quartal waren es elf Prozent - erwarten eine „günstigere“ Geschäftslage. 83 Prozent rechnen mit einer gleichbleibenden, acht Prozent mit einer ungünstigeren Situation. (TT)