Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 14.02.2019


Bezirk Reutte

7,9 Millionen Euro werden ins Familienbad Ehrwald investiert

Das Hallenbad Ehrwald soll bis Ende 2020 eine Kinder-Wasserwelt, eine Saunalandschaft sowie Fitness- und Spieleräume erhalten.

Marco Holzer von „Planwerker“ erläutert den Gemeinderäten die geplante Sauna auf zwei Ebenen.

© PaschingerMarco Holzer von „Planwerker“ erläutert den Gemeinderäten die geplante Sauna auf zwei Ebenen.



Von Alexander Paschinger

Ehrwald – Spätestens seit der Vollversammlung des TVB Tiroler Zugspitz Arena (TZA) vor Weihnachten ist bekannt, dass das in die Jahre gekommene Ehrwalder Familienbad groß umgebaut werden soll. Diese kombinierte Sanierung mit Zu- und Anbauten ist nur eine Maßnahme in einem ambitionierten Investitionsprogramm für die nächsten fünf Jahre. Dafür wurde etwa auch die Nächtigungsabgabe von zwei auf drei Euro erhöht.

Am Dienstagabend beschäftigte sich auch der Ehrwalder Gemeinderat mit den Plänen rund um das Hallenbad. Immerhin sind die Gemeinde und die TZA mit jeweils 50 Prozent über die Ehrwalder Erschließungsgesellschaft am Familienbad beteiligt. Und das Gemeindeparlament bekannte sich einstimmig in einem Grundsatzbeschluss zu den Maßnahmen.

Marco Holzer von „Planwerker“ aus Ellmau stellte dazu dem Gemeinderat die „Rohentwurfspläne“ für den Um- und Zubau des Hallenbades vor, die freilich noch nicht fixiert sind. Bis Dezember 2020 sollten allerdings nach diesem Rohkonzept nicht weniger als nach derzeitigem Stand 7,9 Millionen Euro investiert werden.

Im südlich gelegenen Freibereich präsentierte dabei Holzer eine angeschlossene Indoor-Wasserwelt und einen dazugehörigen Outdoor-Wasserpark – das „Spiel mit dem Wasser“ stehe dort im Vordergrund, „es gibt aber keine Wasserbecken mit dazugehörigen horrenden Aufbereitungsanlagen“, so Holzer.

Im Norden soll eine Erweiterung über dem bestehenden Schießstand einerseits eine Indoor-Spielewelt für Kinder sowie einen kleinen Fitnessbereich beinhalten. „Weitere Entwicklungsmöglichkeiten sind vorhanden.“

Auf dem Kabinentrakt aufsitzend käme nach dem Rohentwurf der „Planwerker“ das Prunkstück: In einem ersten und zweiten Obergeschoß würde ein aufwändiger Sauna- und Wellnessbereich entstehen. Herzstück des Bades wären jedoch die Kasse und der Umkleidebereich, der ebenfalls neu gestaltet würde. Die frei werdenden Saunaräumlichkeiten im Keller könnten als Jugendraum genutzt werden. Jedenfalls sieht Holzer noch „viele Diskussionen“.

BM Martin Hohenegg verwies auf baldige Exkursionen zu den Bädern am Achensee, im Stubai und in Ellmau, „um Erfahrungswerte zu erhalten“. Mit Ausschreibungen rechnet er bis Herbst 2019, die baurechtliche Verhandlung im Februar/März 2020 „ist sportlich“ und die Bauphase sollte dann von Ende April bis Dezember 2020 dauern. „In einem Zug“ werde so ein Ganzjahresbetrieb geschaffen.