Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 28.02.2019


Exklusiv

Nächster Chefwechsel bei Tirols Novartis-Standorten

Mario Riesner und Michael Kocher übernehmen von Daniel Palmacci die Leitung der Tiroler Novartis-Standorte Kundl und Schaftenau.

Novartis hat in Kundl (Bild) und Schaftenau mehr als 4000 Beschäftigte, durch Großinvestitionen sollen 200 Jobs dazukommen.

© Sandoz GmbHNovartis hat in Kundl (Bild) und Schaftenau mehr als 4000 Beschäftigte, durch Großinvestitionen sollen 200 Jobs dazukommen.



Kundl, Schaftenau – Mit 1. März kommt es bei den beiden Tiroler Standorten des Schweizer Pharmariesen Novartis (hat weltweit 130.000 Beschäftigte) zum dritten Chefwechsel binnen vier Jahren: Im Jahr 2015 hatt­e der Holländer Ard van der Meij die Leitung von seinem Landsmann Ernst Meijnders übernommen, im Mai letzten Jahres wurde der Deutsche Daniel Palmacci (er kam 2013 zu Novartis) neuer Chef. Palmacc­i verlässt nun die österreichische Novartis-Grupp­e – wohin genau, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Künftig bekommen Kundl und Schaftenau eine Doppelspitze: Der Tiroler Mario Riesner, der seit 27 Jahren im Konzern arbeitet und zuletzt die biopharmazeutische Produktion in Mengeš in Slowenien geleitet hat, wird mit 1. März Managing Director Sandoz. Mit Riesner die Führung teilen wird sich Michael Kocher, seit 2016 Global President B2B in der Novartis-Gruppe sowie seit Juni 2018 Novartis Countr­y President Austria. Kocher werde sich auf die externen Wirtschafts- und Industriebelange fokussieren.

Michael Kocher.
Michael Kocher.
- Novartis
Mario Riesner.
Mario Riesner.
- Novartis

„Österreich ist ein wichtiger Standort für Novartis. Wir tätigen laufend Investitionen in Millionenhöhe, beschäftigen mehr als 4000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und haben das Privileg, weltweit über 100 Länder mit Medikamenten ,made in Austria‘ zu versorgen“, so Kocher. Laut Riesner werden man die Aktivitäten in Tirol weiter ausbauen. „Im Einklang mit unserer Vision wollen wir Patienten mit innovativen, qualitativ hochwertigen und kostengünstigen Medikamenten beliefern, um ihr Leben zu verbessern und zu verlängern.“

Der nächste große Meilenstein wird laut dem künftigen Chef-Duo die Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen 200-Millionen-Euro-Investitionsprojekts namens „Advanced Integrated Biologics Manufacturing“ in Schaftenau sein. Dies sei die weltweit neueste Produktionstechnologie der biotechnologischen Produktion, die rund 200 neue Arbeitsplätze schaffen werde. (va)

Daniel Palmacci.
Daniel Palmacci.
- Novartis