Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 12.03.2019


Bezirk Reutte

Mister Jungholz in Pension: Gomig übergibt an Hechenberger

Wolfgang Hechenberger (l.) folgt Johannes Gomig am 1. April als Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Reutte nach.

© Fotostudio RenéWolfgang Hechenberger (l.) folgt Johannes Gomig am 1. April als Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Reutte nach.



Nach fast 36 Dienstjahren bei der Raiffeisenbank Reutte tritt Johannes Gomig — aus gesundheitlichen Gründen früher als geplant — am 1. April seine Pension an.

Gomig startete seine Karriere bei der Raiffeisenbank Reutte 1983 als Leiter der Zweigniederlassung Jungholz. 1985 wurde er zum Geschäftsleiter der Gesamtbank bestellt. Eine Funktion, die der Vorstandsvorsitzende mehr als 33 Jahren ausübte. Seit 1997 agierte er zudem als Präsident des Verwaltungsrates der Tochterbank in der Schweiz und seit 2000 auch als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisen-Landesbank Tirol.

Gomigs großer Fokus lag auf internationalem Private Banking. Neben dem Ausbau der Zweigniederlassung Jungholz und der Gründung einer Direktanlage-Schiene, verbunden mit der ersten Mitgliedschaft einer österreichischen Bank an der Frankfurter Börse Xetra, stellen auch die Schaffung einer Finanzgesellschaft in der Schweiz mit Vollbanklizenz und Repräsentanzen in Spanien, der Kauf einer Privatbank in Stuttgart und das Kreieren eigener Zertifikate und Fonds Highlights seiner Ära dar.

Mit der Finanzkrise 2008 ging auch die Nachfrage ausländischer Anleger nach Konten in Österreich und der Schweiz zurück. Das Niedrigzinsgefüge stellt die Bank zudem vor große Herausforderungen. Restrukturierungsmaßnahmen durchzuführen und richtungsweisende Strategien zu erarbeiten, war Teil der Aufgabe Gomigs und wird es auch für seinen Nachfolger Wolfgang Hechenberger und dessen Vorstandskollegen Ludwig Strauß sein. (TT, fasi)




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