Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 23.03.2019


Osttirol

Lienzer Firma Autforce: Dem kleinsten Fehler auf der Spur

Seit fünf Jahren kontrolliert die Lienzer Firma Autforce mit Sitz im Osttiroler Wirtschaftspark Industrieteile auf Makellosigkeit.

Die beiden Autforce-Geschäftsführer Stefan Perg und Markus Piffer mit Applikationsspezialist Amir Badshah (v. l.) im Büro in Lienz.

© OblasserDie beiden Autforce-Geschäftsführer Stefan Perg und Markus Piffer mit Applikationsspezialist Amir Badshah (v. l.) im Büro in Lienz.



Von Catharina Oblasser

Lienz – Im Februar 2014 gründeten der Niederösterreicher Stefan Perg und der Steirer Markus Piffer in Lienz das Unternehmen Autforce Vision Systems. Es hat seinen Sitz im Osttiroler Wirtschaftspark. Das fünfjährige Bestehen der Firma nahmen die beiden Techniker zum Anlass für eine kleine Jubiläumsfeier.

Im betrieblichen Alltag hat die Firma mit Lebensmittelverpackungen und Flaschenetiketten ebenso zu tun wie mit Glasbehältern für die Pharmabranche oder mit Autobauteilen. „Einer unserer Fachbereiche ist die Qualitätsprüfung“, sagt Stefan Perg. Dazu stellt Autforce spezielle Kamerasysteme her, die jedes Einzelteil während des Produktions- und Zusammenbauprozesses genau überwachen. Ist einer der zahlreichen Bauteile schadhaft oder lässt sich nicht wie vorgesehen einbauen, schlägt das Kamerasystem Alarm.

Außerdem wird jedes Einzelelement, und sei es noch so klein, per Lasermarking gekennzeichnet, sodass es bei Unregelmäßigkeiten identifiziert werden kann. Das erleichtert im Fall des Falles die Suche nach der Fehlerquelle. „Ein gutes Beispiel dafür sind Rückrufaktionen von Autoherstellern“, schildert Perg. „Wenn man nicht genau weiß, welches Teil schadhaft ist, muss man die gesamte Serie zurückholen. Lässt sich das schadhafte Einzelteil aber genau identifizieren, kann man viel gezielter reagieren.“

Begonnen haben Perg und Piffer zu zweit, heute haben sie drei Mitarbeiter. Zum Zehn-Jahr-Jubiläum soll Autforce doppelt so groß sein wie jetzt, wünschen sich die Gründer. Der Standort Lienz sei unschlagbar, was die Lebensqualität angeht, meinen sie. Dafür nehmen sie die etwas längere Anfahrt zu Kunden gerne in Kauf.




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