Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 17.04.2019


Standort Tirol

Die Kuisa bietet heuer nicht nur Kühe und Kulinarik

Von 3. bis 5. Mai findet im AZW Imst die Bundesgrauviehschau statt. Die LLA Imst hängt sich mit dem Tag der offenen Tür dran.

Zuletzt hatte die Kuisa 2014 das Publikum zu Tausenden in das Imster Agrarzentrum West gelockt. Auch heuer werden wieder die schönsten 400 "Grauelen" zu bewundern sein

© PaschingerZuletzt hatte die Kuisa 2014 das Publikum zu Tausenden in das Imster Agrarzentrum West gelockt. Auch heuer werden wieder die schönsten 400 "Grauelen" zu bewundern sein



Von Alexander Paschinger

Imst – „Geah Kuisa“, heißt im Oberland der Lockruf an die Kühe – inzwischen ist das aber auch eine Aufforderung an das Publikum geworden: Alle fünf Jahre wird nach Imst zur „Kuisa“ gerufen, der Bundesausstellung des Grauviehverbandes. Vom 3. bis zum 5. Mai findet sie heuer wieder im Agrarzentrum West (AZW) statt. 700 Tiere aus ganz Österreich wurden in den vergangenen Wochen dem Verband gemeldet – die schönsten 400 werden in zweieinhalb Wochen im AZW zu bestaunen sein, verspricht Raphael Kuen, der Geschäftsführer des Tiroler Grauviehverbandes. Auch Gäste aus Skandinavien und dem Baltikum haben ihr Kommen bereits zugesagt.

Die Kuisa beschäftigt sich freilich nicht nur mit den schönsten Tieren – auch kulinarisch wird die dreitägige Veranstaltung wieder ein Fest rund um das Grauvieh. Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Spezialitäten aus einer reichen regionalen Produktpalette vom Fleisch über Schokolade bis zum Bier, die u. a. von der LLA Imst präsentiert werden.

Und erstmals treffen Kuh und Kulinarik heuer auf ein drittes „K“ – nämlich das Thema Kunst: In der Versteigerungshalle werden nämlich heuer erstmals auch Kunstwerke rund um die „Grauelen“ zu bewundern sein. Angeregt vom erst jüngst erschienenen Bildband zum Tiroler Grauvieh, hat Kuratorin Julia Sparber-Ablinger seit einem Jahr an dieser Ausstellung gearbeitet. 22 Künstler, darunter auch der Oberländer Graphiker Elmar Peintner, haben rund 50 Kunstwerke geschaffen.

Die LLA Imst unter Direktor Josef Gstrein wird sich heuer überhaupt mit ihrem „Tag der offenen Tür“ an die Kuisa dranhängen. Immerhin ist der „Gutshof“ in direkter Nachbarschaft zum AZW. „Das Grauvieh macht ein Prozent des österreichischen Rinderbestands aus“, erklärt Gstrein. Das ist Anlass für die Landwirtschaftsschule, beim Tag der offenen Tür auch andere, seltene Nutztierrassen zu zeigen. Und nicht nur das – auch spezielle Tiroler Getreidearten oder auch 70 verschiedene Obstsorten werden den Interessierten am Sonntag, den 5. Mai, aufgetischt. Dass die LLA sehr vielfältig ist, wollen vor allem auch die Schülerinnen mit einer Modeschau am Sonntag unter Beweis stellen.

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„Die Kuisa ist mehr als nur eine Viehausstellung“, verspricht Kuen als Geschäftsführer des Grauviehverbandes ein großes Rahmenprogramm. „Wir präsentieren eine breite Veranstaltung, die auch die Berglandwirtschaft in den Mittelpunkt stellt.“

Raphael Kuen, Julia Sparber-Ablinger, Jakob Prantl, Christina Röck und Josef Gstrein (v. l.) versprechen für die dreitägige Kuisa von 3. bis 5. Mai ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Programm.
Raphael Kuen, Julia Sparber-Ablinger, Jakob Prantl, Christina Röck und Josef Gstrein (v. l.) versprechen für die dreitägige Kuisa von 3. bis 5. Mai ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Programm.
- Paschinger