Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 03.05.2019


Bezirk Landeck

„Vom Schweizer Modell können wir viel lernen“

Die Engadiner Landwirtschaft hält Landecks Bauernobmann Monz in vielen Bereichen für vorbildlich. Das erklärte er bei der Agrarmesse Agrischa in Zernez.

Bäuerliche Delegationen aus nah und fern trafen in Zernez ein.

© SchranzBäuerliche Delegationen aus nah und fern trafen in Zernez ein.



Landeck, Zernez – Alphornbläser hießen mehr als 9000 Besucher willkommen, Kuhglocken bimmelten, Trachtengruppen und Musikkapellen zogen kürzlich durch das 1500-Einwohner-Dorf Zernez im Engadin. Die Veranstalter der traditionellen Regionalmesse „Agrischa“ haben sich angestrengt, um Brücken zwischen Landwirtschaft und Konsumenten zu bauen.

„Das Schweizer Modell in der Landwirtschaft ist in vielen Bereichen beispielgebend“, zeigte Landecks Bauernobmann Elmar Monz auf, der mit zahlreichen bäuerlichen Funktionären aus den Bezirken Landeck und Imst gekommen war. In der Nachbarregion werde über die „gut dotierte Flächenprämie ein Anreiz geschaffen, um auch exponierte Steilflächen zu bewirtschaften“. Während im Bezirk Landeck zwei Drittel der Betriebe kleiner als fünf Hektar sind, liege die Größe der rund 200 Engadiner Betriebe bei mehr als 20 Hektar bewirtschafteter Fläche. „In der Schweiz hat Fleisch einen hohen Preis. Damit werden die Bauern zur Viehhaltung motiviert“, stellte Bauernkammer-Bezirksstellenleiter Peter Frank fest.

Die bäuerliche Lehrfahrt mit Teilnehmern aus den Bezirken Landeck, Imst sowie Engadin und Vinschgau unterstützt hat das Regionalmanagement regioL – mit Mitteln aus dem Interreg-Kleinprojektefonds. „Die Zusammenarbeit der Regionen funktioniert über die Nationalparks, Landwirtschaft und Wirtschaft“, sagte Koordinatorin Gabriele Juen. (psch)