Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 07.05.2019


Bezirk Kufstein

Startschuss für „Hexenritt“ auf den Berg gefallen

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© Bergbahnen Söll



Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, heißt es doch. Beim Söller Hexenwasser trifft dies besonders zu. Neben Hexen mit Besen trifft man hier schon bald auf Bauarbeiter mit Baggern. Am 30. Mai fällt der Startschuss für die erste Bauphase der neuen Erlebnis-Gondelbahn, die die Besucher im nächsten Sommer auf besondere Weise verzaubern soll.

Wie berichtet, soll bis Jul­i 2020 eine moderne 10er-Gondelbahn den in die Jahre gekommenen 8er-Lift ersetzen. 18 Mio. Euro nehmen die Bergbahnen Söll dafür in die Hand. „Gerade im Sommer, wenn die Familien mit großem Kinderwagen anreisen oder Rollstuhlfahrer das Hexenwasser besuchen möchten, ist die alte Gondelbahn auch nicht mehr zeitgemäß", erklärt Bergbahn-Geschäftsführer Walter Eisenmann. Immerhin hat die bestehende Bahn bereits 30 Jahre auf dem (Hexen-)Buckel.

„Fast so schön wie ein Flug auf dem Hexenbesen" soll die Fahrt mit der neuen Gondel werden. Jede Kabine wird dazu individuell „verhext" — was das genau bedeutet, verraten die Betreiber allerdings nicht. Zu erwarten ist jedenfalls, dass jede dritte der 72 Kabinen mit Audio-Systemen ausgestattet ist und die Fahrt mittels Erzählungen somit zum informativen Abenteuer wird. Der Arbeitstitel „Hexophonie" deutet außerdem auf die eine oder andere musikalische Überraschung hin.

Die vorbereitenden Arbeiten entlang der Terrasse und der Talstation erfolgen im laufenden Frühjahr. Zwischen März und Mitte Juli 2020 wird dann die neue Gondelbahn „Hexenwasser" der Firma Doppelmayr errichtet und auch die moderne Berg- und Talstation sollen in dieser Bauphase entstehen. In der Talstation will man auch das Angebot für Wintersportler ausweiten — künftig gibt es dort ein Depot für Sportausrüstung auf 1600 Quadratmetern Fläche inklusive Möglichkeit für die Miete von Equipment.

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Der Sommerbetrieb im Hexenwasser soll laut Bergbahnen von den Bauarbeiten weitestgehend unberührt bleiben. (TT)