Letztes Update am Di, 07.05.2019 13:47

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bilanz

Tiwag steigerte 2018 Gewinn auf 78,4 Millionen Euro

Der Umsatz der Tiwag kletterte von 1,1 Milliarden auf 1,2 Milliarden Euro. Für 2019 sind keine Strompreiserhöhungen bei Standardtarifen vorgesehen.

Die Tiwag Zentrale in Innsbruck.

© Foto Christoph AscherDie Tiwag Zentrale in Innsbruck.



Innsbruck – Tirols Landesenergieversorger Tiwag zieht zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 eine positive Bilanz: Der Gewinn vor Steuern konnte auf 78,4 Millionen Euro (2017: 75,8 Millionen Euro) und der Konzernumsatz auf rund 1,24 Milliarden Euro (2017: 1,1 Milliarden) gesteigert werden. Beim Konzernergebnis vor Steuern gab es einen leichten Rückgang auf 86,8 Millionen Euro (2017: 92,4 Millionen Euro). Der Tiwag-Konzern hat 2018 rund 215 Millionen Euro in den Ausbau der für die Versorgung Tirols mit Strom, Gas und Wärme erforderlichen Infrastruktur investiert. Auch heuer sollen wieder rund 281 Millionen Euro in den Ausbau der Anlagen investiert werden. Das Unternehmen beschäftigt laut eigenen Angaben rund 1400 Mitarbeiter.

Tiwag-Vorstandsvorsitzender Erich Entstrasser.
Tiwag-Vorstandsvorsitzender Erich Entstrasser.
- vandory.com

„Nach wirtschaftlich schwierigen Jahren ist die Tiwag wieder auf Kurs und schreibt stabile Gewinne, die wir für den ökologisch verträglichen Ausbau der Wasserkraft dringend benötigen“, meinte Tiwag-Vorstandsvorsitzender Erich Entstrasser. Nach dem letztjährigen kräftigen Preisanstieg an den Strombörsen sei die Lage aktuell einigermaßen stabil. „Unter diesen Umständen sind für 2019 keine Strompreiserhöhungen bei den Standardtarifen vorgesehen“, so Entstrasse

„Weichen sind gestellt“

„Wir wollen uns langfristig von ausländischen Energieimporten unabhängig machen, indem wir die eigenen Ressourcen ausbauen“, betont Eigentümervertreter Landeshauptmann Günther Platter. Mit der TIWAG als profitabelstem Landesunternehmen könne Tirol den Weg in die Tiroler Energieautonomie aus eigener Kraft gestalten. Mit den laufenden Kraftwerksprojekten GKI und Kirchbichl sowie dem geplanten Ausbau im Kühtai seien die Weichen gestellt, um den Standort Tirol für die Zukunft und die nächsten Generationen abzusichern.

Neben dem Kerngeschäft der sicheren Energieversorgung für Tirol setze das Unternehmen auch sehr stark auf Innovation. „So ist die Tiwag mittlerweile der größte Betreiber von E-Tankstellen in Tirol. Darüber hinaus bereitet die Tiwag ein Pilotprojekt für die Verknüpfung der Infrastrukturen Strom, Gas, Wärme und Wasserstoff vor“, so Aufsichtsratsvorsitzender Reinhard Schretter.

Der Jahresabschluss 2018 wurde am Montag im Rahmen der Hauptversammlung genehmigt. Dabei wurden auch die auslaufenden Mandate für Schretter, seine zwei Stellvertreter Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (ÖVP) und Manfred Pletzer, sowie Hannelore Weck-Hannemann um weitere drei Jahre verlängert. (TT.com)