Letztes Update am Mi, 08.05.2019 11:23

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bilanz 2018

Tirols Kongress- und Tagungsgeschäft mit solider Entwicklung

Zum zehnten Mal in Folge hat das Austrian Convention Bureau (ACB) gemeinsam mit der Österreich Werbung (ÖW) die Ergebnisse des Meeting Industry Reports Austria (mira) veröffentlicht. Der Bericht weist für 2018 ein weiteres Wachstum des Tagungssektors aus

Congress Centrum Alpbach (Symbolfoto)

© Congress Centrum AlpbachCongress Centrum Alpbach (Symbolfoto)



Innsbruck – Mit 451.065 Tagungsnächtigungen – was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent entspricht – liegt Tirol an zweiter Stelle hinter Wien, das geht aus den neusten Zahlen des Austrian Convention Bureau (ACB) hervor.

Gemessen an den gemeldeten Veranstaltungen stamme rund ein Prozent der Gesamtnächtigungen in Tirol aus der Tagungsindustrie. Außerdem habeTirol mit 46,2 Prozent nach Wien den höchsten Anteil an internationalen Kongressen verzeichnet. Unter den Landeshauptstädten liege Innsbruck im Bundesländervergleich damit an dritter Stelle hinter Wien und Salzburg, die Kongressnächtigungen betreffend. Damit habe Innsbruck 6,4 Prozent des Nächtigungsanteils aus der Tagungsindustrie“ generiert „Die vielen nationalen und internationalen Gäste schätzen nicht nur die hervorragende Qualität unserer Anbieter, sondern vor allem auch deren individuelles, maßgeschneidertes Service“, erklärt Veronika Handl, Leiterin des Convention Bureau Tirol. „Die Tagungsindustrie stellt einen wertschöpfungsstarken Wirtschaftszweig dar, der damit auch wesentlich auf die positive Weiterentwicklung des Wissenschafts- und Forschungsstandorts Tirol einzahlt“, so Handl weiter.

Solides Jahr für die österreichische Tagungswirtschaft

Insgesamt wurden in Tirol im Vorjahr 1597 Veranstaltungen gemeldet. Damit sei die Meldemoral der Convention-Veranstalter nach einer kurzfristigen Steigerung auf 1998 Veranstaltungen im Jahr 2017 wieder gesunken, so das ACB in einer Aussendung am Mittwoch. Dennoch liege der Wert für 2018 über dem langfristigen Vergleich: 2016 seien 1352 Anlässe gezählt worden. Knapp 145.000 Teilnehmer im Kongress- und Tagungssegment im Jahr 2018 bedeuten für Tirol den dritten Rang hinter Wien und Salzburg.

Bundesweit war 2018 laut ACB trotz eines leichten Rückgangs um 1,2 Prozent auf 21.381 gemeldete Veranstaltungen ein weiteres solides Jahr, welches die Tagungswirtschaft als stabiles Geschäftssegment in Österreich bestätige. Die durchschnittliche Veranstaltungsdauer sei in allen Kategorien mit rund zwei Tagen gleich geblieben.

Mit 11.089 Firmentagungen habe diese Veranstaltungskategorie erneut den größten Anteil am österreichischen Gesamttagungsgeschäft (51,8%) verzeichnet. Der Anteil der Tagungsnächtigungen an den gesamten Tourismusnächtigungen beliefe sich auf 2,3 Prozent mit einer ungleich höheren Wertschöpfung.

Tendenz zu kleineren Veranstaltungen

Die durchschnittliche Teilnehmerzahl sei auf 47 Personen gesunken und lasse eine Tendenz zu kleineren Firmentagungen erkennen. Der Herbst (September, Oktober und November) bliebe mit rund 40 Prozent aller Kongresse und Teilnehmer die Kongresshauptsaison. Somit decken Kongresse vor allem die auslastungsschwächeren Monate ab.

Auch im Jahr 2018 seien Kongresse, die Wirtschaft und Politik zum Inhalt hatten gewesen, mit 35,4 Prozent mit Abstand am wichtigsten. Auf Platz zwei und drei kämen Humanmedizin mit 19,9 Prozent und Geisteswissenschaften mit 14,9 Prozent. Knapp drei Viertel der Tagungsnächtigungen seien auf Kongresse zurückzuführen.

Die Anzahl der durch Kongresse, Tagungen und Seminare generierten Nächtigungen habe sich 2018 auf 3.489.419 leicht erhöht (plus 0,1). Jede 50. Nächtigung in Österreich sei durch ein Kongress-, Firmentagungs- oder Seminarteilnehmer generiert worden. Österreichs Tagungsbetriebe investierten laut ACB im Vorjahr rund 250 Millionen Euro. Diese Mittel wären vor allem in den Ausbau bzw. die Erneuerung von Technik, Ausstattung und Digitalisierung geflossen. (TT.com)