Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 11.05.2019


Bezirk Kitzbühel

17,6 Millionen Euro für die Leader-Projekte der Region

Bereits jetzt ist die Hälfte der insgesamt 89 eingereichten Projekte des Vereins Regionalmanagement regio3 abgeschlossen.

Leader-Mitgliederversammlung: Obmann-Stv. Stefan Jöchl, Obmann Sebastian Eder, Andrea Fink vom Land Tirol und Geschäftsführer Stefan Niedermoser (v. l.).

© WörgötterLeader-Mitgliederversammlung: Obmann-Stv. Stefan Jöchl, Obmann Sebastian Eder, Andrea Fink vom Land Tirol und Geschäftsführer Stefan Niedermoser (v. l.).



Hochfilzen – Im Regio Tech, dem Stammsitz des Vereins Regionalmanagement regio3 Pillerseetal-Leukental-Leogang, präsentierte Geschäftsführer Stefan Niedermoser einen beeindruckenden Leistungsbericht. „Eineinhalb Jahre vor Ablauf der Förderperiode 2014–2020 stehen wir derzeit bei einem Projektvolumen von 17,6 Mio. Euro, das Fördervolumen für diese Periode beläuft sich auf 6,6 Mio. Euro. Rund 3 Mio. Euro an Fördergeldern kommen von Leader, über 3,6 Mio. Euro aus anderen Förderschienen“, sagt der Geschäftsführer. Mit 73,9 Prozent fix zugesicherten Mitteln sei die Projektumsetzung gegen Ende der Förderperiode auf einem guten Weg. Aktuell seien 44 Projekte abgeschlossen, 45 Projekte laufen und können bis 2023 umgesetzt werden. Für die Einreichung neuer Projekte bleibe noch ein Jahr.

Wie der Geschäftsführer betont, sind die Projekte im Sinne einer lokalen Entwicklungsstrategie ausgewogen in verschiedensten Bereichen in allen 13 Mitgliedsgemeinden und beiden Planungsverbänden verteilt. Kurz vor der Versammlung wurden im Rahmen eines Regionsgespräches neun neue Projekte fixiert, damit liegt man punktgenau im Plansoll. Niedermosers Resümee: „Es ist noch Geld verfügbar, die Ziele werden erreicht und die Richtung unserer Entwicklungsstrategie passt so weit.“

Auch die Bilanz von Freiwilligenkoordinatorin Melanie Hutter ist erfreulich. Die Zahl der Vernetzungspartner ist auf 955 gestiegen, ebenso jene der Freiwilligen auf 651, vorwiegend Frauen im Alter von über 50 Jahren. Bewährt hat sich der Pool für Kurzeinsätze und auch das Büro in Oberndorf. Geplant für 2019/2020 ist eine Sozialplattform Bezirk Kitzbühel, welche die vielen Behörden und Institutionen im Bezirk zusammenfasst.

Obmann Sebastian Eder vorausschauend: „Als Projektbegleiter und -träger ist es unsere Aufgabe, die verfügbaren Fördermittel für die Entwicklung der Regionen zu nutzen, wir werden keine Gelder in Brüssel liegen lassen.“ Beschlossen wurde auch, in Kooperation mit dem Freiwilligenzentrum vermehrt soziale Projekte in den Mittelpunkt zu stellen.

Geänderte Voraussetzungen gibt es in der nächsten Periode 2021–2027, wie Andrea Fink von der Abteilung Landesentwicklung und Zukunftsstrategie des Landes Tirol berichtet. „Die Förderungen werden um 10 Prozent sinken und wir haben ab 2021 nicht mehr neun, sondern eine bis zwei Leader-Regionen mehr in Tirol.“ Sie rät zu weniger lokalen Einzelprojekten und die Region dann noch intensiver zu sehen. (rw)