Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 23.05.2019


Bezirk Kufstein

Energievolle Aktionstage im Seenland

Barbara Thaler (M.) – hier mit LH Günther Platter und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck – gestern Abend beim Wahlkampffinale in Innsbruck.

© Thomas Boehm / TTBarbara Thaler (M.) – hier mit LH Günther Platter und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck – gestern Abend beim Wahlkampffinale in Innsbruck.



Um neue Energie für Häuser mit Geschichte, das Bauen von Nisthilfen für Waldbienen, das Anlocken von Tieren mit heimischen Pflanzen und den grünen Strom für das Montanwerk geht es in dieser Woche für die Buben und Mädchen der Neuen Mittelschule in Brixlegg. Und etliche präzisierten gestern schon ihre Sichtweise für die Klima-und Energiemodellregion — kurz KEM genannt — im Alpbachtal Seenland.

„Neben Alpbach, Reith und Brixlegg gehört jetzt auch Kramsach dieser an", freuen sich Bruno Oberhuber als Geschäftsführer von Energie Tirol und KEM-Manager Rainer Unger über diesen Schritt. Österreichweit gebe es 95 derartige Regionen mit 819 Gemeinden, in Tirol habe man Imst, das Alpbachtal, Trins und die Sonnenregion Hohe Tauern in Osttirol an Bord.

Wie mit Energie sparsam umgegangen werden kann, dokumentierten Schüler an selbst gefertigen Schautafeln. „Mit Blick auf unser gesetztes Ziel, Tirol 2050 energieautonom zu machen, haben wir uns entschieden, ganz besonders die Aktionstage Energie zu feiern", stellt Oberhuber fest. Mehr als 30 Tiroler Gemeinden konnte man dazu motivieren.

„Wir wollen die Lebensqualität für unsere Jugend und nachkommende Generationen sichern", betonte LHStv. Josef Geisler. Der Brixlegger Bürgermeister Rudi Puecher ist stolz darauf, dass die Neue Mittelschule Brixlegg die erste Passivschule in Tirol ist. Im Bauhof habe man von Öl auf Pellets umgestellt, derzeit habe man die thermische Sanierung der Volksschule Brixlegg mit Kosten von 7,8 Millionen Euro im Blickwinkel.

„Wir freuen uns, dass wir jetzt auch Teil der neuen KEM ,Nachaltiges Alpbachtal Seenland' sind", sagte die Kramsacher Vizebürgermeisterin Karin Friedrich. Dass Alpbach beim Bau des neuen Kongresszentrums am Energiesektor der große Wurf gelungen sei, davon zeigte sich Bürgermeister Markus Bischofer überzeugt.

„Wir wollen eine alpine Vorbildregion für Energie-Effizienz und Nachhaltigkeit werden", meinte Rainer Unger, der in dieser Sache zum Vollzeit-Kümmerer bestellt wurde. (zw)