Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 05.06.2019


Bezirk Landeck

Auf den Nächtigungsrekord in Landeck fehlen heuer 1,2 Prozent

Die Winterbilanz 2018/19 liegt vor: Mit 6,16 Millionen Nächtigungen bleibt der Bezirk Landeck die klare Nummer 1 im tirolweiten Ranking.

Die Silvretta Skiarena war bestens frequentiert, Ischgl erzielte ein Nächtigungsplus von 0,5 Prozent.

© TVB Paznaun-IschglDie Silvretta Skiarena war bestens frequentiert, Ischgl erzielte ein Nächtigungsplus von 0,5 Prozent.



Von Helmut Wenzel

Landeck – Zuerst Schneemangel, dann Schneechaos mit Straßensperren und Lawinenwarnstufe 5 im Jänner, späte Faschingswoche und dann späte Osterferien: Unter diesen wenig optimalen Rahmenbedingungen erzielten die Vermieter im Bezirk Landeck 6,16 Mio. Übernachtungen – ein Minus von 1,2 Prozent gegenüber dem Nächtigungsrekord aus dem Vorjahr. Das bedeutet die zweitbeste Winterbilanz. Mit 1,22 Mio. Gästeankünften gab es ein Minus von 0,1 Prozent.

Die Zahlen der Landesstatistik ausgewertet hat die Wirtschaftskammer Landeck. Obmann Toni Prantauer reagiert erfreut auf das Ergebnis: „Die Vorgabe aus dem Rekordwinter 2017/18 konnte zwar nicht geknackt werden, aber angesichts der nicht immer günstigen Rahmenbedingungen können wir sehr zufrieden sein. Die Bilanz ist jedenfalls deutlich besser ausgefallen als erwartet.“

Vor allem der kräftige Nächtigungsschub im April (+16,8 Prozent) habe das erwartete Saisonminus abgeschwächt „und das Gesamtergebnis deutlich aufgebessert“.

Im tirolweiten Ranking bleibt Landeck unangefochten der nächtigungsstärkste Bezirk. Dahinter liegen Schwaz mit 5,33 Mio. Nächtigungen (-1,4 Prozent) sowie Imst mit 4,04 Mio. Übernachtungen (+0,8 Prozent). Es folgen die Bezirke Kitzbühel mit 3,39 Mio. (-0,8 Prozent), Innsbruck-Land mit 2,83 Mio. (-0,5 Prozent), Kufstein mit 2,29 Mio. (+-0,0 Prozent), Reutte mit 1,76 Mio. (+1,6 Prozent), Lienz mit 900.000 (-1,3 Prozent) und Innsbruck-Stadt mit 780.000 (+6,0 Prozent).

Als Nächtigungskaiser im Bezirk und Nummer 2 in Tirol abermals behaupten konnte sich Ischgl mit 1,41 Mio. Übernachtungen, womit die Ischgler ein Plus von 0,5 Prozent erzielten. Die Zwischenbilanz vom März hatte noch ein Minus ausgewiesen. St. Anton am Arlberg knackte ebenfalls die Millionenmarke (1,02 Mio.), musste aber ein Minus von 1,9 Prozent in Kauf nehmen. Die Nummer 3 im Bezirk, Serfaus, konnte das Ergebnis aus dem Vorjahr mit 779.000 Übernachtungen (+0,1 Prozent) verteidigen. Fiss muss ein Minus von 0,6 Prozent schlucken, die Lader Vermieter dürfen sich über ein Plus von 4,4 Prozent freuen. Nauders liegt mit 323.000 Nächtigungen leicht im Plus (0,3 Prozent), während Land-eck ein Minus von 4,3 Prozent einstecken muss.

„Die hervorragende Winterbilanz ist abermals ein Beweis, dass unser Bezirk touristisch bestens aufgestellt ist“, so Prantauer abschließend.