Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 06.06.2019


Bezirk Imst

“Imster Ministadt“: Wie Zusammenleben funktioniert

Am 27. und 28. Juni geht für Schüler die Imster „Mini-Stadt“ in die dritte Auflage.

Heuer lockt die „Mini-Stadt“ rund 350 Schüler mit 40 Berufen und vielen Aktivitäten.

© PaschingerHeuer lockt die „Mini-Stadt“ rund 350 Schüler mit 40 Berufen und vielen Aktivitäten.



Imst – Mit der „Mini-Stadt“ ist man in Imst wieder einmal Vorreiter. Diese Veranstaltung für Schüler von der vierten bis zur achten Schulstufe lässt Kinder und Jugendliche in die Arbeits-, Wirtschafts- und Sozialwelt schnuppern und erkennen, wie ein Gemeinwesen funktioniert. Heuer findet die „Mini-Stadt“, konzipiert von Gottfried Mair vom Ökozentrum, zum dritten Mal statt. An die 350 Teilnehmer werden am 27. und 28. Juni in der Fußgänger- und Begegnungszone Imst erwartet.

Auf diese wartet wiederum ein aufregendes Programm mit 36 Stationen, an denen die Schüler 40 Berufe ausprobieren können. Mit dabei sind Gewerbe und Handwerk, Handel, Kunst – aber auch Feuerwehr, Polizei, Rotes Kreuz oder ein Umweltschwerpunkt. Auch in die profane Welt der Verwaltung wird eingetaucht, wenn sie sich erst einmal beim „Meldeamt“ registrieren lassen müssen oder beim AMS vorbeischauen. Für ihre Arbeit in den 135 Jobs erhalten die Kinder nicht nur ein Feedback über ihre Leistung, sondern auch einen Lohn in Form von „Gurgl-Talern“. Und wie im richtigen Leben gibt es diese auch nur brutto – weshalb dann bei der „Auszahlung“ etwas abgezogen wird.

Soziales Zusammenleben und ökologisches Handeln ist für Initiator Gottfried Mair ein ganz wichtiges Element.
Soziales Zusammenleben und ökologisches Handeln ist für Initiator Gottfried Mair ein ganz wichtiges Element.
- Paschinger

Davon wiederum können die Teilnehmer dann Produkte erstehen. „Es gibt auch welche, die den ganzen Tag durcharbeiten – und wenn es dann um das Eintauschen gegen Waren geht, ist nur noch ganz wenig da“, erklärt Gottfried Mair so manches „Erwachen“. Finanziert wird das Projekt wieder von der Stadtgemeinde, der Arbeiterkammer, der Wirtschaftskammer und der Sparkasse Imst. BM Stefan Weirather betont stolz das „umfangreiche Programm“ dieser „Mini-Stadt Imst III“. (pascal)