Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 07.06.2019


Standort Tirol

Umsatzplus und steigende Mitarbeiter-Zahlen: Rekorde für Liebherr in Tirol

Teils kräftige Zuwächse melden die drei Standorte des Weltkonzerns Liebherr in Tirol. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um gleich 225 an.

Liebherr (hier Telfs) hat bereits 2440 Beschäftigte in Tirol.

© MGT/DietrichLiebherr (hier Telfs) hat bereits 2440 Beschäftigte in Tirol.



Von Alois Vahrner

Telfs, Lienz – Der Liebherr-Konzern mit Zentrale in Bulle in der Schweiz knackte im Vorjahr erstmals die 10-Milliarden-Marke: Der Umsatz stieg um 7,5 Prozent auf 10,551 Mrd. Euro, das Jahresergebnis leicht auf 321 Mio. Euro, die Zahl der weltweit Beschäftigten wuchs um 2300 auf fast 46.200.

Liebherr ist seit über vier Jahrzehnten (damals machten LH Eduard Wallnöfer und der Telfer Bürgermeister Helmut Kopp Firmengründer Hans Liebherr eine Ansiedlung schmackhaft) auch sehr stark in Tirol vertreten: 1976 wurde das Raupenwerk in Telfs eröffnet, 1980 folgte das Kühlgerätewerk in Lienz und 1985 das Interalpen-Hotel in Telfs-Buchen, das erste 5-Sterne-Superior-Haus Tirols, das mit 600 Betten das größte Hotel im Land ist.

Insgesamt haben die drei Tiroler Liebherr-Standorte im Vorjahr ein kräftiges Umsatzplus von 487,2 auf 579,4 Mio. Euro verzeichnet, wobei alle drei Gesellschaften Zuwächse meldeten. Der Personalstand wurde um gleich 225 auf nunmehr 2440 Mitarbeiter erhöht, ebenfalls ein neuer Höchststand. Liebherr ist damit auch einer der größten Arbeitgeber in Tirol.

Am kräftigsten zugelegt hat das Liebherr-Werk in Telfs, das beim Umsatz einen Sprung von 201 auf 288 Mio. Euro hinlegte. Die Zahl der Beschäftigten in Telfs wurde um 105 auf 739 kräftig aufgestockt. Ein Schwerpunkt sei die mit einer Reihe von Assistenzsystemen ausgestattete neue Planierraupen-Generation 8 gewesen, die vor wenigen Wochen auf der Bauma 2019 ihre Weltpremiere feierte. Sehr erfolgreich unterwegs sei die neue, im Vorjahr vorgestellte Teleskoplader-Baureihe.

Das Liebherr-Hausgerätewerk in Lienz legte beim Umsatz von 262,3 auf 266,5 Mio. Euro zu, die Zahl der Beschäftigten stieg von 1319 auf 1391. Man habe eine Reihe von Neuerungen auf den Markt gebracht, etwa die Einbaukühlgeräte im Luxussegment aus der Serie Monolith. Dank BioFresh-Technologie sei deutlich längere Frische möglich, bei den neuen MyStyle-Geräten können die Kunden neben der Innenausstattung oder dem Material erstmals auch das Außendesign komplett individuell gestalten.

Das Interalpen-Hotel Tyrol legte beim Umsatz um 5 Prozent auf 24,9 Mio. Euro zu, die Zahl der Mitarbeiter stieg von 302 auf 310. Sehr gut laufe die 2017 eröffnete Interalpen-Alm an, die exklusiv als Eventlocation für Hotelgäste und hochwertige Veranstaltungen genutzt werde. Im Vorjahr wurde der dritte und letzte Abschnitt der Erneuerung und Erweiterung des Interalpen-Spa inklusive Fitness, Kids Club und Kino abgeschlossen. Zukunftsweisend seien die derzeit entstehenden Panoramasuiten auf der siebten Etage, die „ein neues Niveau an Exklusivität und Privatsphäre bieten“, so Liebherr.




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