Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 25.06.2019


Bezirk Imst

Stadt und Tourismus denken Zentrumslift in Imst an

Ein Seilbahnexperte prüft mehrere Möglichkeiten für die Erneuerung der Imster Bergbahnen, u. a. eine Anbindung aus dem Stadtgebiet.

 Die Imster Bergbahnen sollen zukunftsfit werden.

© Imster Bergbahnen Die Imster Bergbahnen sollen zukunftsfit werden.



Von Thomas Parth

Imst – „Die Lifte funktionieren noch immer gut, aber es ist klar, dass eine Erneuerung in den kommenden Jahren unumgänglich wird. Schon allein aus Effizienz- und Wirtschaftlichkeitsgründen“, erklärt der Imster Bürgermeister Stefan Weirather. Auf welche Art und Weise die neuen Liftanlagen zur Untermarkter Alm und ins Alpjoch zukünftig technisch gestaltet werden sollen und können, ist derzeit Gegenstand einer Überprüfung. Die beiden Haupteigentümer Stadtgemeinde und Imst Tourismus haben den unabhängigen Seilbahn-Konsulenten Robert Horntrich beauftragt, konkrete Varianten für den Austausch der Bestandsanlagen zu erarbeiten.

Vize-BM und Aufsichtsratsvorsitzender der Imster Bergbahnen, Gebhard Mantl, lobt die Mitarbeiter der Imste­r Bergbahnen, die sich bereits umfangreiche Gedanken zu den zukünftigen Anlagen gemacht hätten. Er setzt auf dies­e interne Expertise und auf den Blick von außen. Beides soll gewährleisten, „dass wir zu einer optimalen Lösung kommen“, so Mantl. Die Ergebnisse der Begutachtung und die Planungsvarianten sollen bis Ende 2019 vorliegen.

Neben der Konzeption von neuen Anlagen im Ski- und Wandergebiet von Hoch-Imst will die Imster Stadtpolitik auch die Möglichkeiten einer Anbindung mittels Seilbahn aus dem Stadtgebiet prüfen. Der Startbereich läge am Eingang zur Rosengartenschlucht. „Es ist eine reizvolle Idee, eine Seilbahn-Variante als Nahverkehrsmittel nach Hoch-Imst in Betracht zu ziehen. Diese Möglichkeit wär­e lärm- und emissionsfrei und würde für viele Anrainer ein­e Entlastung darstellen. Ob solch eine Verbindung realisierbar ist, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht abschätzen. Naturschutzrechtliche und technische Aspekte gilt es ebenso zu klären wie jene der Kosten“, weiß BM Weirather. Sollten all diese Fragen schließlich beantwortet sein, müsste der Entschluss für eine Anbindung aus der Stadt eine Mehrheit im Gemeinderat finden.

Die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung der Imster Bergbahnen hat auch Imst-Tourismus-­Obmann Hannes Staggl erkannt. „Wenn davon auch ein Impuls für die Imster Innenstadt ausgehen könnte, wär­e dies nur begrüßenswert.“ Aber noch sei es zu früh für Spekulationen.