Letztes Update am Do, 27.06.2019 08:56

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


E-Mobilität

Tirol bei E-Autos auf Platz vier im Österreichvergleich

Derzeit gibt 208 öffentlich zugängliche E-Ladestationen in Tirol. Die Tiwag will in den kommenden Jahren über eine Million Euro in Ladestationen investieren.

TIWAG-Vorstandsvorsitzender Erich Entstrasser.

© TIWAGTIWAG-Vorstandsvorsitzender Erich Entstrasser.



Innsbruck – Derzeit gibt es rund 2000 Autos mit elektrischem Antrieb auf Tirols Strapen. Im Vergleich mit anderen Bundesländern liege Tirol damit auf Platz vier, so Dieter Unterberger, Obmann der Sparte Autohandel der Tiroler Wirtschaftskammer, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. 2015 habe das Bundesland noch den vorletzten Platz in Österreich belegt.

Spartenobmann Dieter Unterberger
Spartenobmann Dieter Unterberger
- TIWAG/Vandory

Rund 208 öffentlich zugängliche Ladestationen für E-Autos gibt es in Tirol, berichtete der Vorstandsvorsitzende der Tiwag, Erich Entstrasser. In den nächsten Jahren wollen man ein weitere Million in den Ausbau der Ladeinfrastruktur investieren. An den Hauptverkehrsverbindungen im Ober- und Unterland sowie in Osttirol stünden nun sogenannte Schnellladeeinrichtungen zur Verfügung. Wie diese angenommen werden, müsse man sich nun ansehen, hieß es. Die Zukunft liegt laut Entstrasser aber darin, dass Besitzer von Elektroautos ihr Fahrzeug in der Nacht an der Station zu Hause aufladen. Denn die Schnellladestationen würden das Netz stark belasten.

Gesetzgeber gefordert

Nachholbedarf – und damit auch den Gesetzgeber gefordert – sah er im Ausbau der Infrastruktur bei größeren, älteren Mehrparteienhäusern. Viele Menschen würden sich für ein E-Auto interessieren, hätten aber zu Hause keine Möglichkeit ihr Fahrzeug aufzuladen, meinte Entstrasser. In neuen Wohnanlagen würden ohnehin schon für die nötige Infrastruktur gesorgt, oder bei Einfamilienhäusern würden sie einfach in die Garage eingebaut.

Dennoch wäre es problematisch, wenn plötzlich alle auf ein E-Auto umsteigen würden – im Hinblick auf die Netzbelastung sowie auch auf den Ressourcenverbrauch, der durch die Herstellung der Batterien erfolge, gab Unterberger zu Bedenken. Für ihn liege die Zukunft in der „Vielfalt“ – also dass mehrere Antriebssysteme nebeneinander existieren. (TT.com)