Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 12.07.2019


Bezirk Kitzbühel

Mit neuen Attraktionen in den Fieberbrunner Sommer

Die Bergbahnen investieren weiter in den Sommer. „Timoks Wilde Welt“ an der Mittelstation Streuböden ist um eine Attraktion reicher.

Am Blätterteich: Tom Jank (Tom Jank Network), Toni Niederwieser (Bergbahn-GF), Peter Morass (Tiroler Landesmuseen), Martin Trixl (Bergbahn-GF) und Wolfgang Meighörner (Direktor Tiroler Landesmuseen, v.l.).

© WörgötterAm Blätterteich: Tom Jank (Tom Jank Network), Toni Niederwieser (Bergbahn-GF), Peter Morass (Tiroler Landesmuseen), Martin Trixl (Bergbahn-GF) und Wolfgang Meighörner (Direktor Tiroler Landesmuseen, v.l.).



Fieberbrunn – Auf dem „Alleskönnerberg Wildseeloder“, wie ihn die Bergbahn Fieberbrunn nennt, stehen Einheimischen und Gästen zusammengefasst vier Erlebnisräume zur Verfügung. Das Angebot reicht von Wandern, Biken, Klettern, Trailrunning über Spiel & Abenteuer bis hin zur Wissenschaft mit Europas erstem digitalen alpinen Rundwanderweg „Museum Goes Wild“.

„Die Natur und das Panorama sind bereits vorhanden, wir versuchen im Einklang mit der Natur ein breites Freizeitangebot für die ganze Familie zu schaffen“, erklärte Bergbahn-Geschäftsführer Toni Niederwieser bei der Vorstellung der neuen „Timoks Wasserspiele“. In den letzten zehn Jahren ist um den Speichersee an der Mittelstation Streuböden eine Natur-Erlebniswelt entstanden. Die Wasserspiele sind eine willkommene Abkühlung an heißen Sommertagen und ein fröhliches Vergnügen für Groß und Klein.

Die Kosten für die neue „Timoks Wilde Welt“ sind mit 350.000 Euro budgetiert. Bei der Gestaltung wurde ein regionales Thema aufgegriffen und anhand verschiedenfarbiger Steine die drei Fieberbrunner Achen – Weißache, Rotache und Schwarzache – rekonstruiert. Direkt neben den Wasserspielen befinden sich die 30 Stationen von Timoks Waldseilgarten.

Mit Timoks Alm starteten die Bergbahnen Fieberbrunn vor rund zehn Jahren den Ausbau rund um den Speichersee Streuböden. Heute wirken sich die Investitionen sehr positiv auf das Sommergeschäft und die gesamte Region aus. Die Sommerzahlen haben sich seit 2008 auf 85.000 Zutritte vervierfacht. Der Anteil der Sommersaison am Gesamtumsatz wuchs von zwei Prozent (2008) auf nunmehr zwölf Prozent.

Durch den späten Baubeginn im Frühjahr musste ein bereits in Planung befindliches Projekt in Zusammenarbeit mit den Tiroler Landesmuseen auf nächstes Jahr verschoben werden. „Museum Plays Wild“ ist die logische Fortsetzung der für beide Seiten spannenden Kooperation. Das EU-geförderte Leader-Projekt umfasst acht Stationen rund um den Speichersee, die spielerisch Wissen über den heimischen Naturraum vermitteln. Keine digitale Geschichte, sondern Natur und Lebewesen zum Anfassen, Fühlen und Sehen. Wissenschaft und Expertenwissen verständlich und spannend aufbereitet für die Nachwuchsforscher. Direktor Wolfgang Meighörner von den Tiroler Landesmuseen: „Für uns Wissenschafter ist die Zusammenarbeit mit den Bergbahnen Fieberbrunn ebenso einzigartig wie spannend.“ (rw)