Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 13.07.2019


Osttirol

Wärmepumpenhersteller braucht bald mehr Platz in Matrei

Mit der neuen Halle hat die iDM 20.000 Quadratmeter Nutzfläche. In fünf Jahren wird auch das zu wenig sein: Die Firma wächst und wächst.

Firmenbesichtigung bei iDM in Matrei: Chef Manfred Pletzer mit LH Günther Platter, Ex-Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, Seniorchef Anton Pletzer und Geschäftsführer Hans-Jörg Hoheisel (v. l.).

© OblasserFirmenbesichtigung bei iDM in Matrei: Chef Manfred Pletzer mit LH Günther Platter, Ex-Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, Seniorchef Anton Pletzer und Geschäftsführer Hans-Jörg Hoheisel (v. l.).



Von Catharina Oblasser

Matrei i. O. – Von 180 auf 236 Mitarbeiter in nur einem Jahr: Der Wärmepumpenherstellter iDM in Matrei ist erfolgreich unterwegs. Am Freitag wurde gemeinsam mit Landeshauptmann Günther Platter und der früheren Ministerin Margarete Schramböck eine zusätzliche Fertigungshalle mit Forschungszentrum eröffnet. Damit stehen dem Unternehmen von Eigentümer Manfred Pletzer nun 20.000 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung.

„Wir hatten über die letzten drei Jahre ein Wachstum von 20 bis 25 Prozent“, erklärt Manfred Pletzer. „Wenn sich dieser Trend fortsetzt, werden wir in fünf Jahren zusätzliche Grundstücke für neue Erweiterungen brauchen.“ Im Jahr 2018, dem erfolgreichsten seit der Gründung durch Seniorchef Anton Pletzer 1978, hat iDM in Matrei einen Umsatz von 45 Millionen Euro erwirtschaftet.

Das kräftige Wachstum bringt auch den Bedarf nach mehr Personal mit sich. Rund 100 Jobs will Pletzer in den nächsten Jahren vergeben – von der Lehrstelle bis zur Führungsposition. „Im Großen und Ganzen gelingt es uns gut, geeignete Mitarbeiter zu finden“, so der iDM-Chef. „Dabei profitieren wir von der hohen Lebens- und Freizeitqualität in Osttirol.“ Wenn auch die meisten Angestellten Einheimische sind, so locken die Berge, die schöne Landschaft und die vergleichsweise niedrigen Lebenskosten doch auch Fachkräfte aus anderen Bundesländern oder aus Staaten wie etwa Deutschland nach Matrei. „Coming home“, also das Zurückholen von Osttiroler Auspendlern, ist ebenfalls ein wichtiges Schlüsselwort, meint Manfred Pletzer.

Landeshauptmann Platter nützte die Firmenfeier, um den „Coming home“-Trend und die wirtschaftliche Dynamik des Bezirks mit Zahlen zu untermauern. „2016 zählten wir in Osttirol rund 3800 Auspendler. Heuer sind es nur noch 2500.“ Die Arbeitslosenquote betrage aktuell 7,2 Prozent und nicht mehr 9,8 Prozent wie vor zehn Jahren, sagt Platter.

Die iDM ist Österreichs größter Hersteller von Heizungswärmepumpen, die nicht nur wärmen, sondern auch kühlen können. „Das ist ein entscheidender Vorteil angesichts der Klimaerwärmung“, erklärt Pletzer die Besonderheit seines Produkts. 15.000 Pumpen pro Jahr werden erzeugt, sie gehen großteils nach Österreich, Deutschland, in die Schweiz und nach Italien.