Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 26.07.2019


Standort Tirol

Itter erobert mit der Salvista die Kleine Salve

Die Bergbahnen Hopfgarten-Itter starten das größte Vorhaben in ihrer Geschichte. Insgesamt werden 24 Millionen Euro investiert.

Die neue Bergstation der Salvistabahn wird auf der Kleinen Salve errichtet.

© Seilbahnbüro GröbnerDie neue Bergstation der Salvistabahn wird auf der Kleinen Salve errichtet.



Von Harald Angerer

Itter – Seit einigen Jahren blickt man bei der Bergbahn Hopfgarten-Itter auf die Kleine Salve. Eine Erweiterung der Salvistabahn auf den kleinen Bruder der Hohen Salve schwirrt schon länger in den Köpfen der Seilbahner herum, nun ist es endlich so weit. Noch heuer starten die ersten Vorarbeiten für eine neue Bahn, die TT berichtete.

Nun ist auch die letzte Hürde übersprungen und es gab auch das Okay des Ministeriums. „Wir haben nun alle Genehmigungen und können mit dem Bau beginnen“, freut sich Prokurist Friedl Eberl über die gute Nachricht aus Wien. „Wir bauen aber nicht nur eine neue Salvistabahn, es ist das größte Investitionsvorhaben der Bergbahnen Hopfgarten-Itter in der Geschichte des Unternehmens“, betont Eberl. Nicht weniger als 24 Millionen Euro werden bis nächstes Jahr in die Arbeiten investiert.

Kern ist aber die neue 10er-Gondelbahn, welche die 30 Jahre alte bisherige 4er-Gondelbahn Salvista ablösen wird. Sie wird auch um einiges länger werden. Die Talstation der neuen Seilbahn befindet sich an derselben Stelle wie die alte Station, die Trassenführung zur Kraftalm wird ebenso dieselbe sein. An der Kraftalm wird eine Mittelstation mit Zu- und Ausstieg errichtet, die neue Bahn wird gesamt um 650 m länger sein. „Damit gelingt uns ein Zusammenschluss unserer Gebiete in Itter und Hopfgarten. Aber auch für die gesamte Skiwelt ist die neue Bahn sehr wichtig, denn sie schließt die letzte Lücke um die Hohe Salve“, schildert der Seilbahner gegenüber der TT. Im Talstationsgebäude wird die komplette Infrastruktur mit Sportgeschäft, Skiverleih und Skidepot komplett erneuert.

Die ersten Vorarbeiten im Bereich Kraftalm laufen bereits.
Die ersten Vorarbeiten im Bereich Kraftalm laufen bereits.
- Harald Angerer

Auf der Kleinen Salve wird dann auch etwas unterhalb der Bergstation ein neuer Speichersee gebaut. Mit einem Fassungsvermögen von 50.000 m³ wird der neue See maßgeblich zur Schlagkraft der Beschneiungsanlage Hopfgarten-Itter beitragen. Die gesamte Umsetzung erfolgt nach den neuesten ökologischen Maßstäben und wurde im Vorfeld mit Fachleuten ausgearbeitet und geplant. Der See wird auch im Sommer als Wanderziel und als Platz der Erholung und Entspannung dienen. Das bringt auch eine Neuerung für die Salvista, diese wird dann auch im Sommer in Betrieb genommen.

Ein weiterer Teil des Vorhabens ist ein Technikzentrum. „Das brauchen wir schon lange und können es nun im Zuge des Gesamtprojektes auch umsetzen“, freut sich Eberl. Und zu guter Letzt wird es natürlich auch noch Anpassungen an den Pisten und ein­e neue Piste von der Kleinen Salve geben.

Mit den Rodungsarbeiten auf der Kleinen Salve wurde bereits begonnen. Das Technikzentrum und die Bergstation sollen auch noch heuer errichtet werden. Im nächsten Jahr folgen dann der Speichersee und die eigentlichen Bauarbeiten an der neuen Gondelbahn. Die Fertigstellung des Gesamtprojektes ist für den Beginn der Wintersaison 2020/21 vorgesehen.