Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 25.07.2019


Übernahme

Sulzberger Käserebellen schlucken die Käserei Reutte

Eine Käsereiübernahme gibt es im Außerfern (v. l. n. r.): Josef Krönauer (Sulzberger Käserebellen), Johann Meier (Stegmann Emmentaler Käsereien) und Andreas Geisler (Sulzberger Käserebellen).

© KäserebellenEine Käsereiübernahme gibt es im Außerfern (v. l. n. r.): Josef Krönauer (Sulzberger Käserebellen), Johann Meier (Stegmann Emmentaler Käsereien) und Andreas Geisler (Sulzberger Käserebellen).



Ab 1. August gilt die Übernahme: Die Sulzberger Käserebellen und der Käserei Reutte gehen gemeinsam in die Zukunft. Mit ihrer Heumilch-Kompetenz passe die Käserei Reutte — mit sieben Millionen Liter Milch der größte Milchverarbeiter im Außerfern — in die Unternehmensstrategie. Neben den Sennereien Sulzberg und Thüringerberg (beide Vorarlberg) und der Sennerei Zell am Ziller in Tirol ist die Käserei Reutte der vierte Standort der Käserebellen in Österreich und der zweite in Tirol. Verarbeitet werden jährlich rund sieben Millionen Kilogramm Milch von 80 Milchlieferanten.

Die Sulzberger Käserebellen sind eine 100-Prozent-Tochter der Schönegger Käse-Alm GmbH im bayerischen Prem mit insgesamt 170 Mitarbeitern. 500 Milchlieferanten aus dem Bregenzerwald, dem Großen Walsertal, Tirol und dem Allgäu liefern jährlich 45 Millionen Kilogramm Milch, der Umsatz liegt bei 50 Millionen Euro. Verarbeitet wird ausschließlich Heumilch, die Produkte werden mittlerweile in 25 Länder exportiert.

Die Käserebellen und die Käserei Reutte arbeiten seit 2013 zusammen. Mit dem Standort in Reutte sollen die Produktionskapazitäten erweitert und die Exportaktivitäten gesteigert werden. Der Standort soll weiterentwickelt werden. Bisheriger Eigentümer der Käserei Reutte war die Stegmann Emmentaler Käsereien GmbH, ein Tochterunternehmen der französischen Sodiaal-Gruppe. (TT)