Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 01.08.2019


Standort Tirol

Mitmischen bei Geschäft mit Kosmetik

Martha Schultz lancierte mit ihrem Sohn und ihrer Nichte eine eigene Naturkosmetiklinie. Sie ist online und in den eigenen Hotels erhältlich.

Magdalena und Martha Schultz mit ihren Pflegeprodukten.

© DählingMagdalena und Martha Schultz mit ihren Pflegeprodukten.



Von Angela Dähling

Kaltenbach – Die Zillertaler Unternehmerfamilie Schultz mischt jetzt auch am Kosmetikmarkt mit – wenn auch nur in kleinem Rahmen. „Magdalena’s“ heißt die vegan­e Naturkosmetiklinie – benannt nach der Tochter von Heinz Schultz, die auch für den Versand in Kaltenbach zuständig ist. Die 17 Haut- und Haarpflegeprodukte sind nur in den Hotels der Schultz-Gruppe und online erhältlich. „Das soll auch so bleiben“, setzt Initiatorin Martha Schultz auf Exklusivität.

Begonnen habe alles 2012 beim Bau des Gradonna Mountain Resorts in Kals. Da habe sie tierversuchsfreie Tiroler Naturprodukte im Wellnessbereich anbieten wollen und wurde nur schwer fündig, sagt die Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich. „Mein Sohn Lukas meinte schließlich, wir sollten das doch selbst machen.“ Der 32-jährige ist wie sein Vater Pharmazeut. 2016 wurden erste Badprodukte für die Hotelzimmer kreiert und dafür die Roppener Firma Pure Green, Hersteller von zertifizierter, veganer und tierversuchsfreier Natur- und Biokosmetik, an Bord geholt. „Lukas macht die Rezepturen, die wir dann testen“, erklärt Martha Schultz.

Pure Green habe das Zertifikat zur Kosmetikproduktion, sie selbst durch ihr Reisebüro den Gewerbeschein, um die Artikel verschicken zu können. Zwischen 500 und 1000 Stück der einzelnen Pflegeprodukte, für die Bergkräuter wie Teufelskralle verwendet werden, würden derzeit jährlich produziert, Tendenz steigend. „Auf aufwändige Verpackungen und Überverpackungen verzichten wir“, sagt Schultz. Weil zudem praktisch keine Verwaltungs- und keine Marketingkosten anfielen, könne man die Produkte günstig bei kostenfreiem Versand anbieten. Sie selbst sei auch nicht bereit, 70 € für eine Tagescreme zu zahlen, sagt Schultz.