Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 02.08.2019


Innsbruck

Bis zu 20 Prozent mehr Wasser in Innsbruck verbraucht

Nach dem schneereichen Winter gibt es genug Wasserreserven in Innsbruck. Der Sommer brachte neue Rekordwerte.

Der Trinkwasserstollen in Mühlau wird bald erweitert. Er leistet aktuell rund 90 Prozent der Innsbrucker Wasserversorgung – und ist voll.

© IKBDer Trinkwasserstollen in Mühlau wird bald erweitert. Er leistet aktuell rund 90 Prozent der Innsbrucker Wasserversorgung – und ist voll.



Innsbruck – Mit Statistiken und dem Wetter ist das immer so eine Sache. Einerseits lag der Gesamtwasserverbrauch in Innsbruck bisher heuer bei 6,4 Millionen Kubikmetern – was kein ungewöhnlich hoher Wert ist. Mit dem Wasserkonsum im Juni und Juli verhält es sich da schon anders. Hier wurde der höchste Verbrauch in den vergangenen fünf Jahren bei den Innsbrucker Kommunalbetrieben (IKB) registriert.

Insgesamt 1,95 Millionen Kubikmeter Wasser wurden in den beiden vergangenen Monaten in der Landeshauptstadt verbraucht – eine kaum vorstellbare Größenordnung. Im Juni gab es bisher übrigens die höchsten Verbrauchsspitzen, wie Robert Gschleiner von den IKB wissen lässt. Der Wasserkonsum lag an einigen Tagen um rund 20 Prozent höher als im Vergleichszeitraum der Vorjahre. An den heißesten Tagen flossen 42.000 Kubikmeter/Tag aus den Leitungen.

Führen solche Werte auf Dauer zu Engpässen in der Versorgung? „Nein“, heißt es von den IKB: Man verfüge über genügend Reserven, um die Nachfrage abdecken zu können. Vorstand Thomas Pühringer erklärte schon vor einiger Zeit in einer Aussendung: „Die Bergwasserspeicher sind aufgrund des hohen Schneeaufkommens im vergangenen Winter gut gefüllt. Auch unsere größte und wichtigste Trinkwasserressource, die Mühlauer Quelle, weist im Vergleich zum Vorjahr derzeit ein höheres Wasserdargebot auf.“

Wie berichtet soll die Quelle in einem Projekt noch weiter angezapft werden. (TT, mw)