Letztes Update am Fr, 09.08.2019 12:51

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Transit

RoLa wird ausgebaut, Platter fordert erneut Umsetzung der Korridormaut

Im Endausbau sollen täglich 1300 Lkw weniger auf der Straße sein. Die Kapazität soll bis 2021 auf 450.000 Lkw pro Jahr ausgebaut werden. Zudem soll es ab 2020 eine neue Verbindung zwischen Regensburg und Trient geben.

Die Kapazitäten der rollenden Landstraße (Rola) sollen bis 2021 auf 450.000 Lkw von derzeit 200.000 pro Jahr gesteigert werden.

© Thomas BöhmDie Kapazitäten der rollenden Landstraße (Rola) sollen bis 2021 auf 450.000 Lkw von derzeit 200.000 pro Jahr gesteigert werden.



Innsbruck – Die ÖBB haben angekündigt, die Rollende Landstraße (RoLa) auf der Brennerstrecke schrittweise auszubauen. Damit sollen demnach im Endausbau 1300 Lkw pro Tag weniger auf Tirols Straßen unterwegs sein. Dass die Kapazitäten bis 2021 auf 450.000 Lkw von derzeit 200.000 pro Jahr gesteigert werden sollen, wurde bereits beim deutsch-österreichischem Verkehrsgipfel in Berlin im Juli vereinbart.

„Die Kapazitäten sind da. Die Schiene ist bereit“, sagte ÖBB-Generaldirektor Andreas Matthä in einer Aussendung am Freitag. In einer ersten Phase werden ab 1. Jänner 2020 statt der derzeit täglich 18 Züge pro Richtung auf der Strecke Wörgl - Brennersee dann 21 Züge unterwegs sein. Ab. Jänner 2021 werde die Zahl der Züge, die zwischen Wörgl und Trento verkehren, von drei auf zehn erhöht. In dieser zweiten Ausbauphase sollen zwischen Wörgl und dem Brennersee bereits 24 Züge pro Richtung auf täglich auf Schiene sein.

Landeshauptmann Günther Platter: "Ohne ein gutes, funktionierendes Angebot für die Wirtschaft werden wir dem Ziel der Verlagerung nicht näher kommen."
Landeshauptmann Günther Platter: "Ohne ein gutes, funktionierendes Angebot für die Wirtschaft werden wir dem Ziel der Verlagerung nicht näher kommen."
- TT/Rudy De Moor

Wichtiger „Mosaikstein“ bei der Bekämpfung des Transits

Die ÖBB richten zudem eine neue Strecke ein: Ab Jänner 2020 wird zwischen Regensburg und Trento ein Zug pro Tag verkehren, bis Anfang 2021 soll das Angebot auf fünf Züge pro Richtung ausgeweitet werden, hieß es von Seiten der ÖBB.

„Es ist sehr erfreulich, dass die ÖBB in so kurzer Zeit ein Angebot auf die Beine gestellt haben, wodurch kurzfristige Verlagerungsmöglichkeiten über die RoLa entstehen“, so Landeshauptmann Günther Platter. Auch wenn sie nur einen „Mosaikstein“ bei der Bekämpfung der Transitproblematik darstelle. „Ich fordere daher, dass der gesamte 10-Punkte-Plan von Berlin – allen voran die Korridormaut – so rasch wie möglich umgesetzt wird, denn sonst wird es keine Entlastung für die transitgeplagte Bevölkerung in Tirol und Bayern geben“, so der Landeshauptmann.

Beim Verkehrsgipfel in Berlin Ende Juli hatte Platter gemeinsam mit dem deutschen Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Österreichs Verkehrsminister Andreas Reichhardt einen 10 Punkte-Plan vorgelegt. In dem wurde unter anderem zur „raschen Entlastung des Brenner-Korridors“ der Ausbau der RoLa-Kapazitäten festgelegt. (TT.com)